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Chinas Geldberg schrumpft

Die chinesische Währungspolitik steht vor einer historischen Trendwende. Statt immer höhere Reserven harter Währungen aufzubauen, könnte nun eine Phase des Abbaus beginnen. Im zweiten Quartal 2012 ist bereits mehr Geld aus China ab- als zugeflossen. Das hat den Effekt, dass "erstmals seit dem zweiten Quartal 1998 die Währungsreserven wieder abnahmen", wie Analyst Dirk Chlench von der LBBW schreibt. Das hat auch Konsequenzen für die chinesische Währung, den Yuan, selbst. Statt die bisher laufende Aufwertung fortzusetzen, wird China die Kurse in naher Zukunft eher wieder niedriger festsetzen.

Das könnten die ersten Anzeichen für den Beginn einer langfristigen Umkehr der globalen Handelsverhältnisse sein. "Die hohen chinesischen Überschüsse wird es nicht ewig geben", glaubt der renommierte Ökonom Richard Duncan, ein Experte der Finanzkrisen und Chefökonom von Blackhorse Asset Management mit Sitz in Bangkok. Auf der einen Seite müssen die USA ihr Defizit verringern, auf der anderen Seite arbeiten die Chinesen daran, von ihren hohen Überschüssen wegzukommen. Wenn beides jedoch greife, könnten Chinas Reserven vergleichsweise schnell wieder zusammenschmelzen.

Im vergangenen Jahrzehnt hat die massenhafte Ausfuhr preiswerter Industriewaren von der Quietschente bis zum iPad dazu geführt, dass China Devisenreserven in Höhe von derzeit gut 3,2 Billionen Dollar aufgebaut hat. Davon ist vermutlich gut die Hälfte in US-Papieren angelegt - und hier wiederum hauptsächlich in Staatsanleihen. Die andere Hälfte verteilt sich auf andere Währungsräume. Um Risiken bei Anlagen in Euro zu mindern, hat die staatliche Devisenverwaltung zuletzt beispielsweise verstärkt japanisch

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