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Commerzbank: Das hat gerade noch gefehlt

Die Commerzbank ist aktuell ohnehin nicht auf Rosen gebettet. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres war der Gewinn bereits um 36,2 Prozent auf 644 Mio. Euro zurückgegangen. Dieser Trend soll sich im zweiten Halbjahr fortsetzen, unter anderem wegen der zinsbedingten Ertragsschwäche im Privatkundensegment und einer steigenden Risikovorsorge für Kreditausfälle.

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Nun könnte noch eine Strafe in dreistelliger Millionenhöhe hinzukommen. Denn die US-Justiz verschärft aktuell die Gangart mit Banken, die Geschäfte mit sanktionierten Ländern wie dem Iran unterhalten haben. Hier war auch die Commerzbank in früheren Jahren aktiv und musste bereits im März 2010 Unterlagen an den Staatsanwalt von New York herausgeben. Nun könnte neuer Schwung in das fast schon vergessene Verfahren kommen.

Gegen die Risiken, die der Bank in Europa drohen, sind das allerdings Peanuts. Auf dem Kontinent hat die Commerzbank immer noch Milliarden im Feuer. Größere Belastungen drohen vor allem dann, wenn der gesamte Bankensektor in Spanien in Schieflage gerät und eine Kettenreaktion in der Finanzbranche auslöst.

An der Verhinderung dieses Worst-Case arbeitet die Politik mit Hochdruck. Und Commerzbank-Aktionäre müssen hoffen, dass sie dabei Erfolg haben. Dann winken auch wieder höhere Kurse - Iran hin oder her.

Autor: Holger Steffen

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