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DAX: Wann kommen die Schnäppchenjäger?

Wie erwartet war der gestrige Tag nichts für die DAX-Bullen. Der deutsche Leitindex verzeichnete gestern erneut einen Tagesverlust von mehr als 200 Punkten, seit Freitag ist er damit um über 400 Zähler abgerutscht. Von der Stabilität, mit der er seit Anfang Juni immer wieder beeindruckt hat, ist nun plötzlich wenig zu spüren.

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Allerdings lief auch die bisherige Erholung unter der Grundbedingung, dass die Euroschuldenkrise nicht weiter eskaliert. Aber genau das tut sie jetzt. Im Fall Griechenland häufen sich die Stimmen, die vor der Zahlung weiterer Hilfen oder vor der Aufweichung der Bedingungen warnen und stattdessen für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone plädieren, gleichzeitig lassen die zunehmenden Finanzprobleme der spanischen Regionalregierungen Zweifel an der Widerstandsfähigkeit Spaniens aufleben, die Renditen für die spanischen Anleihen klettern fast täglich auf neue Rekordhöhen.

Mit der Senkung des Ausblick für die Bonität der Retter-Nationen Deutschland, Niederlande und Luxemburg hat Moody’s gestern Abend zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. Denn nach dieser Ankündigung dürfte es noch schwerer fallen, die in den betreffenden Ländern täglich größer werdenden Ablehnungsfront gegen weitere Hilfen zu überwinden.

Die Situation in Europa dürfte deswegen weiter turbulent bleiben. Für den DAX bedeutet das weiterhin hohe Unsicherheit, andererseits könnte die aktuelle Schwäche viele Anleger anlocken, die die bisherige Erholung verpasst und auf eine neue Einstiegsgelegenheit gewartet haben.

 

Autor: Dr. Adam Jakubowski

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gestern 17:45 Xetra 8.398,00 Pkt. Chart
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