Mit 15,8 Milliarden Euro hat VW im vergangenen Jahr den höchsten Nettogewinn in der deutschen Unternehmensgeschichte eingefahren. Siemens folgt mit sieben, BASF mit 6,6 Milliarden Euro. Doch damit sind die drei noch längst nicht die erfolgreichsten Unternehmen. Dieser Titel gebührt unter den deutschen Großkonzernen SAP. Heute meldete der Konzern, das er das beste zweite Quartal der Konzerngeschichte erreicht hat. Und Europas Softwarehersteller wächst seit fünf Jahren am rasantesten und ist das ertragsstärkste Unternehmen.
Das belegt der Handelsblatt-Firmencheck. "Deutschlands Vorzeigeunternehmen bestätigt Jahr für Jahr seine Vormachtstellung und baut sie sogar noch aus", sagt Karlheinz Küting, Direktor am Centrum für Bilanzierung und Prüfung in Saarbrücken. Gemessen am Wachstum der Umsatzerlöse, des operativen Gewinns und der Eigenkapitalquote, der Gesamtkapitalverzinsung sowie zwei weiterer Ertragskennzahlen, hängt SAP die übrigen Dax-Konzerne um Längen ab.
Mit einer Eigenkapitalquote von 49 Prozent und einer zahlungswirksamen Umsatzrendite von 27 Prozent ist SAP außerordentlich ertragsstark. Die Kapitalrendite, also die Verzinsung des Gesamtkapitals, liegt mit 21 Prozent ebenfalls auf Top-Niveau. Obendrein stieg der operative Gewinn seit 2007 im Schnitt um 15,6 Prozent - und das Jahr für Jahr. Daran gemessen hinkt die Gewinnmaschine VW weit hinterher. Das Eigenkapital ist mit 24,4 Prozent nur halb so hoch wie bei SAP.
Auch in den übrigen Ertragsstärke-Kennziffern schneiden die Wolfsburger schlechter ab. Die Profitabilität liegt im Fünfjahresvergleich deutlich unter dem Niveau der Softwarebranche. Während bei SAP 2011 mit jedem Euro Umsatz im operativen Geschäft 34 Cents übrig blieben, waren es bei VW nur sieben Cent. Noch besser als SAP schneiden nur zwei kleine Firmen ab....
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