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DAX: Warten auf die Erlösung

Wie so oft in den letzten Tagen hat sich der DAX gestern im Tagesverlauf heftig hin und her bewegt, um am Ende nahezu unverändert zu schließen. Auch die Märkte jenseits des Atlantiks und in Asien zeigen sich überwiegend abwartend, die ganze Welt schaut nach Europa und hofft auf den EU-Gipfel.

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Damit ist schon die nächste Enttäuschung vorprogrammiert, denn den großen Wurf, der zudem schnell umsetzbar wäre, werden die Europäer nicht präsentieren können. Die Ideensammlung, die die vier europäischen Präsidenten (EZB-, Kommission-, Euro-Gruppen- und Ratpräsident) erarbeitet haben, enthält zwar einige vielversprechende Ideen, doch was davon, und vor allem wie schnell, realisiert werden kann, steht mehr denn je in den Sternen.

Insofern dürfte die Unsicherheit an den Märkten auch nach dem Wochenende nicht verflogen sein, die Anleger werden mir ihr noch lange leben müssen. Wie die letzten Wochen aber schon gezeigt haben, muss es nicht gleichbedeutend sein mit weiteren Kursverlusten. Starke Schwankungen wird es sicherlich weiter geben, ob aber die Märkte tatsächlich noch weiter kräftig nachgeben, ist fraglich.

Dafür haben sie sich in den letzten Wochen schon zu stabil gezeigt, auch die Bewertungen sprechen dagegen. Schließlich sendet der amerikanische Immobilienmarkt immer weitere Stabilisierungszeichen. Nach einem starken Anstieg der Hausverkäufe sorgte gestern die Abnahme des Preisverfalls für die Wohnimmobilien gestern für Erleichterung. Mit -1,9 Prozent zum Vorjahr übertraf er im April deutlich die Erwartungen (-2,5 Prozent) und lag damit auf dem niedrigsten Stand seit November 2010.

Es besteht also Grund zur Hoffnung, vorausgesetzt, die Eurokrise gerät nicht völlig außer Kontrolle.

 

Autor: Dr. Adam Jakubowski

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