Spanien rutscht tiefer in die Rezession und drück deutlich auf das Gemüt der Anleger. Der deutsche Leitindex rutscht unter die psychologisch wichtige 7.000-Punkte-Marke und notiert aktuell 0,9 Prozent tiefer bei 6.982 Zählern.
"Der Markt ist aus rein technischer Sicht reif für eine Konsolidierung", erklärte ein Händler bereits heute Morgen mit Blick auf die Kursgewinne von mehr als neun Prozent in den vergangenen fünf Wochen. "Die Entwicklung der vergangenen Wochen steht auf tönernen Füßen", fügte er hinzu. Schließlich sei das Plus lediglich auf die Hoffnung zurückzuführen, die Europäische Zentralbank (EZB) könnte noch im Herbst mit massive Stützungsmaßnahmen den Euro-Krisenländern zur Hilfe eilen. Investoren nehmen derzeit die schlechten Nachrichten über Spaniens Wirtschaftslage zum Anlass sich von weiteren Aktien zu trennen. "Die Konjunktur ist viel schwächer als angenommen, was das Erreichen der ambitionierten Ziele erschwert", sagte UniCredit-Analyst Tullia Bucco. Dennoch konnte sich Spanien erneut Milliarden von Investoren zu deutlich niedrigeren Zinsen leihen. Die deutschen Verbraucher lassen sich indes ihre Stimmung durch die Euro-Schuldenkrise nach wie vor nicht vermiesen, wie ein Blick auf das unveränderte GfK-Konsumklima zeigt. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital verweist auf die gute Lage am Arbeitsmarkt.
Der Euro pendelt um die Marke von 1,25 Dollar. Damit tritt die Gemeinschaftswährung seit fünf Handelstagen nahezu auf der Stelle. Händlern zufolge wagen sich Anleger vor der Rede von Fed-Chef Ben Bernanke auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole am Freitag nicht aus der Deckung. Auch das weitere Vorgehen der EZB wurde mit Spannung erwartet....
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