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Amazon.com: Die Hoffnungs-Rakete

Weihnachten rückt näher - die Zeit, in der die gigantische Internet-Plattform Amazon.com den mit Abstand größten Umsatz machen wird. Und in der Hoffnung der Anleger auch den größten Gewinn. Das kann die Aktie noch weiter nach oben treiben. Aber immer dann, wenn große Erwartungen dem Risiko gegenüberstehen, dass sie womöglich nicht erfüllt werden, sollte man ein wenig vorsichtig zu Werke gehen.

Vorsicht ist nämlich genau das, was momentan im Kurs der Amazon.com-Aktie nicht steckt. Die letzten, Ende Oktober veröffentlichten Quartalszahlen wiesen einen Verlust aus, der Umsatz alleine und die Hoffnung auf ein starkes viertes Kalenderquartal jedoch trieben die Aktie erneut höher. Bereits im Juli war zu beobachten, dass eigentlich eher enttäuschende Ergebnisse dann doch in steigende Kurse mündeten, weil es immer ein "ja ... aber" gab. Doch Amazon.com weist damit eine Bewertung auf, die das Kursniveau wie ein Relikt aus der "dot.com-Blase" wirken lässt: Selbst, wenn die Analystenerwartungen für dass Geschäftsjahr 2014, wo man von einem markanten Gewinnsprung von 0,75 auf 2,95 Dollar Jahresgewinn pro Aktie ausgeht, eintreffen, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis momentan bei 120! Wenn nicht relativ bald der Zeitpunkt erreicht wird, an dem das Unternehmen nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim Gewinn massiv zulegt, bleibt dieser Aspekt ein permanentes Damoklesschwert über der Hausse der Aktie.

Denn nichts anderes erlebt der Kurs. Gegenüber Mitte November 2012 steht hier nun ein Kursanstieg von über 60 Prozent zu Buche. Was aber für den Moment noch kein Grund wäre, auszusteigen - noch gibt der Chart Chancen her. Die Reaktion auf die jüngsten Quartalszahlen Ende Oktober führten zu einem Kurssprung über die bis dahin geltenden Allzeithochs von 337 US-Dollar auf in der Spitze 368,40 US-Dollar. Dieser Anstieg wird momentan konsolidiert bzw. der Versuch unternommen, die daraus entstandene Kurslücke zu schließen. Dabei fällt auf, dass dieser Rücksetzer bereits oberhalb von 337 US-Dollar zu enden scheint, denn es ist die bei aktuell 343 US-Dollar verlaufende 20-Tage-Linie, welche den Kurs zuletzt wieder nach oben trieb. Und damit findet sich nun eine gute Orientierung für den Umgang mit laufenden Long-Positionen:

Es würde sich anbieten, diese beiden aktuell im Fokus stehenden Supports - 20-Tage-Linie und das Zwischenhoch aus dem Oktober - als Basis der Gewinnsicherung zu verwenden und den Stoppkurs auf Schlusskursbasis knapp darunter, bei 335 US-Dollar, anzusiedeln. Gelingt es der Aktie, im Zuge der Weihnachts-Hoffnungen die bisherigen Allzeithochs bei 368,40 US-Dollar zu überwinden, könnten spekulativ orientierte Akteure den Ausbau bestehender Positionen erwägen, der Stoppkurs sollte dann zugleich auf 348 US-Dollar angehoben werden. So fragil diese Rallye der Hoffnung auch ist, für die Bären gibt es aktuell nichts zu holen. Die bis hinunter auf 313 US-Dollar recht gut unterstützte Aktie bietet hierzu keine wirklich günstige Einstiegsbasis - aber das kann sich natürlich ändern, wenn im Januar Bilanz des Weihnachtsgeschäfts gezogen wird. Wir werden dann rechtzeitig einen erneuten Blick auf Amazon.com werfen.

amazon.com (Tageschart in Euro):
Widerstände: 368,40
Unterstützungen: 343 / 337 / 323 / 313 / 286 / 285 / 278 / 246

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