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amazon.com: Erwartungen verfehlt – aber!

Kurseinbruch bei amazon.com? Die Aktie wird abgestraft? Vorsicht, bevor man hier allzu bearish wird, muss man sich den Chart ansehen, denn so dramatisch, wie es in vielen Schlagzeilen klingt, ist die Reaktion auf die gestern nach US-Handelsende veröffentlichen Quartalszahlen gar nicht. Noch ist die Aktie nicht über die Klinge gesprungen!

Richtig ist, dass ausgerechnet die Ergebnisse des für amazon.com wichtigsten Quartals unter den Analysten-Erwartungen lagen. Aber da muss man genauer hinsehen. Die Umsätze verfehlten mit 25,6 Milliarden US-Dollar die Prognose von 26,06 Milliarden. Aber im vierten Quartal 2012 lag dieser Umsatz noch bei 21,3 Milliarden. Es kam also dennoch zu einem außerordentlich respektablen Umsatzanstieg von gut 20 Prozent gegenüber dem Weihnachtsquartal 2012. Hinzu kam eine verfehlte Gewinnerwartung. Mit 66 Cent pro Aktie wurde im Schnitt gerechnet, nur 51 Cent standen am Ende in den Büchern. Das ist drastisch ... wenn man nicht berücksichtigt, dass der Gewinn im Vorjahresquartal nur bei 21 Cent gelegten hatte.

Das Problem ist indes, dass enttäuschte Erwartungen vor allem dann gerne undifferenziert gesehen werden, wenn es zuvor zu massiven Kurssteigerungen kam, die eben diese Erwartungen automatisch mit nach oben schrauben. Und vor einem Jahr notierte amazon.com noch bei 280 US-Dollar - gestern im Vorfeld der Quartalsbilanz schloss die Aktie im regulären Handel bei 403 US-Dollar. Da kann es nicht wirklich überraschen, dass der Kurs nachbörslich bis zu acht Prozent in die Knie ging. Aber am Ende pendelte sich die Aktie bei 384,50 US-Dollar deutlich oberhalb der nachbörslichen Tiefs ein und notiert momentan im vorbörslichen (sehr dünnen) Geschäft bei 386 US-Dollar. Das rote Kreuz im Chart zeigt, wie dieses Niveau charttechnisch einzuordnen ist:

Amazon.com hätte, wenn sich dieses Level hält, die für eine Trendwende nach unten entscheidenden Unterstützungen gehalten. Und es gilt auch zu berücksichtigen, dass der Kurs im Vorfeld der Zahlen deutlich zugelegt hatte. Bliebe es bei diesem Niveau um 384/386 Dollar, wäre damit nur der Anstieg dieses einen Tages zurückgenommen worden. Noch sollte man sich das Bärenfell daher nicht überstreifen. Erst, wenn amazon.com die in den letzten Monaten entstandene, massive Supportzone zwischen 368 und 381 US-Dollar auf Schlusskursbasis durchbrechen würde, wäre hier tatsächlich mit einer Trendwenden nach unten zu rechnen und der Switch heraus aus Long-Engagements und hinein in eine erste, kleine Short-Position angeraten.

amazon.com (Tageschart in US-Dollar):
Widerstände: 408
Unterstützungen: 397 / 381 / 379 / 373 / 368 / 342 / 337 / 323 / 319

Interessenkonflikt:

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31.07.2014, 19:27, Nasdaq

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