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ANALYSE/Sentix AM: Schwellenländer-Sorgen lasten weiter auf westlichen Börsen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Konjunkturprobleme in den Schwellenländern dürften nach Ansicht des Vermögensverwalters Sentix Asset Management (Sentix AM) noch stärker auf die westlichen Börsen überschwappen. "Die Schwierigkeiten in den Emerging Markets strahlen auf die großen Industrieländer aus", sagte Fondsmanager und Geschäftsführer Patrick Hussy am Donnerstag in Frankfurt. Auch das billige Notenbankgeld kann seiner Meinung nach die Aktienmärkte letztlich nicht stützen. Hussy beurteilt die Perspektiven deshalb auf kurze Sicht skeptisch und setzt aktuell auf leicht fallende Kurse.

Jüngst häuften sich die schlechten Nachrichten, vor allem aus den großen Schwellenländern: So bleibt in China die Inflation ungewöhnlich schwach, Brasilien steckt in der Rezession und Russland leidet unter dem Preisverfall an den Rohstoffmärkten und den Sanktionen des Westens.

Die negativen Meldungen färben Hussy zufolge deutlich auf die Stimmung der Anleger gegenüber Schwellenländern ab. Diese sei im September sogar noch schlechter gewesen als zu Zeiten der Lehman-Krise im Jahr 2008. Vor diesem Hintergrund habe seit Frühjahr dieses Jahres auch die Zuversicht der Investoren in die globale Konjunkturentwicklung beständig abgenommen. Für die Aktienmärkte der Industrieländer bestehe damit die Gefahr, dass die Kurse - wie oft in der Vergangenheit - die zunehmende Skepsis mit einiger Zeitverzögerung abbildeten und entsprechend unter Druck gerieten.

Die Aktienmärkte der Schwellenländer aber hätten wohl bereits das Schlimmste hinter sich, erklärte Hussy. Aktuell seien die Anleger dort noch massiv unterinvestiert. Investoren könnten demzufolge unter Druck geraten, zukaufen zu müssen, wenn sich die Stimmung wieder aufhelle.

Ein ähnliches Erholungsszenario hält Hussy auch im Rohstoffsektor für denkbar. Dort gebe es ebenfalls erste Hoffnungsschimmer, nachdem Konjunktursorgen die Preise in den letzten Monaten stark unter Druck gesetzt hatten.

Mit Blick auf festverzinsliche Wertpapiere sieht Hussy derzeit Chancen insbesondere bei britischen Anleihen. Die Bank of England werde auf kurze Sicht wohl ebenso wie die US-Notenbank die Leitzinsen niedrig halten. Denn eine Zinserhöhung berge die Gefahr, dass die weltweite Konjunktur endgültig abgewürgt werde./la/das

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