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Anleger wissen nicht, was sie tun sollen

Anleger wissen nicht, was sie tun sollen

Es ist ein Dilemma, in dem sich deutsche Sparer derzeit befinden: Die Zinsen sind auf einem extrem niedrigen Niveau, doch die Angst vor Aktien ist groß. Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, im Auftrag von Fidelity Worldwide Investments, zufolge, rechnen 52 Prozent der 1.066 Befragten damit, dass die Zinsen frühestens in drei Jahren wieder über der Inflationsrate liegen werden. Eigentlich müssten dadurch beliebte Anlageklassen wie Festgeld oder Bundesanleihen ausscheiden. Doch viele Anleger ziehen der Umfrage zufolge für sich kaum Konsequenzen: 50 Prozent der Befragten legen derzeit überhaupt kein Geld an. Zehn Prozent sehen keine Handlungsnotwendigkeit, da sie nicht davon ausgehen, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben. 16 Prozent ziehen keine Konsequenzen aus dem Anlageumfeld, weil sie nicht wissen was sie tun sollen. Dieser Prozentsatz zeigt nach Ansicht von Andreas Heiden, Leiter des Privatanlegergeschäfts bei Fidelity, wie wichtig kompetente Finanzberatung ist. „Einem großen Teil der deutschen Privatanleger ist durchaus bewusst, dass sie mit ihren lieb gewonnenen Sparformen wie dem Sparbuch oder Bundesanleihen in den kommenden Jahren nicht in der Lage sein werden, ihr Vermögen vor Verlusten durch Inflation zu schützen“, sagt er. „Dennoch ziehen sie noch viel zu selten die richtigen Schlüsse.“ Nur ein kleiner Teil der deutschen Privatanleger (acht Prozent der Befragten) habe sich dazu entschieden, das eigene Portfolio umzuschichten und Anlagen wie Aktien oder Unternehmensanleihen zu setzen.

Gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld kann es jedoch sinnvoll sein, auf Aktien oder Aktienfonds zu setzen. Doch die deutschen Sparer zögern. Jeder zweite Befragte kann sich nicht festlegen, ob sich ein Einstieg an der Börse jetzt noch lohnt. 14 Prozent haben hingegen eine  Meinung: Sie denken, dass sich selbst für langfristig orientierte Anleger der Börseneinstieg jetzt nicht mehr lohnt. Für 24 Prozent ist das Gegenteil der Fall. Da verwundert es nicht, dass mehr als die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) noch nie in Aktien investiert hat. 

Interessant sind auch die Ergebnisse zur Haltedauer von Aktien und Aktienfonds: So planen 37 Prozent jener Befragten, die überhaupt Geld darin anlegen, ihr Investment maximal drei Jahre zu halten, und 58 Prozent möchten sich nicht länger als fünf Jahre an eine entsprechende Anlage binden. „Die Mehrheit der deutschen Privatanleger traut sich bei der Geldanlage leider noch immer nicht an Aktien“, kommentiert Heiden. „Angesichts des langfristig guten Renditepotenzials dieser Vermögensklasse ist das bedauerlich.” Es sei ein echtes Problem, dass ein Großteil der Sparer Aktien nicht als langfristige Geldanlage sehe. Dabei zeige die Historie des Deutschen Aktienindex DAX, dass es sich durchaus lohnt. Und die Anzahl der DAX-Optimisten unter den Deutschen wird sogar größer: Laut Umfrage ist ein knappes Drittel davon überzeugt, dass der Leitindex in einem, in fünf und auch in zehn Jahren jeweils höher notieren wird als aktuell. Dennoch:  „Dass sich die Hälfte der Deutschen keine Einschätzung der langfristigen Entwicklung des DAX zutraut und auch nicht in Aktien investiert, ist mit Blick auf die Vermögensbildung und die Altersvorsorge der Deutschen ein Dilemma“, findet Heiden.

Der Beratungsbedarf in Deutschland scheint demnach hoch zu sein. Zumal viele Anleger sehr passiv sind. Nur 32 Prozent der Besitzer eines Wertpapierdepots passen dieses auch regelmäßig an. Für den Fidelity-Experten scheuen sie schlicht den Aufwand. Neben regelmäßiger Beratung bieten sich hier auch Vermögensverwaltende Komplettlösungen an, die einen echten Mehrwert generieren können.

(PD)

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