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Armee weitet Offensive im Westen Syriens aus

Reuters

Beirut/Ankara (Reuters) - Die syrische Armee weitet mit Hilfe des iranischen Militärs, libanesischer Hisbollah-Miliz und der russischen Luftwaffe ihre Offensive gegen Rebellengruppen im Großraum Aleppo aus.

"Dies ist die versprochene Schlacht", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des syrischen Militärs am Freitag. Seinen Angaben nach werden die Soldaten des Präsidenten Baschar al-Assad erstmals im größeren Umfang von iranischen Militärs unterstützt. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach von Fortschritten im Kampf gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS). In der Türkei, die die Unterstützung Assads ablehnt, stiegen mit dem Abschuss einer Drohne die Sorgen über die Entwicklung in dem Nachbarland.

Nach Angaben des syrischen Militär-Mitarbeiters konnte die Armee mit Hilfe Hunderter Kämpfer der Hisbollah-Miliz und des iranischen Militärs Geländegewinne erzielen. Auch in einer Stellungnahme der Miliz hieß es, die syrische Armee treibe eine breite Offensive voran. Von der Beteiligung eigener Kämpfer war allerdings keine Rede. Zwei Quellen in der Region sagten Reuters, der Iran habe diese Woche Tausende Soldaten nach Syrien verlegt. Der Iran hat jedoch erklärt, Assad nur mit Waffen und Militärberatern, aber nicht mit Truppen zu unterstützen.

KAMPF UM ALEPPO IST VON STRATEGISCHER BEDEUTUNG

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von schweren Gefechten zwölf Kilometer südlich von Aleppo. Die Stadt ist zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Rebellen-Gruppen aufgeteilt. Dazu gehört unter anderem die islamistische Nusra-Front. Bereits am Donnerstag hatten die Regierungstruppen Angriffe auf das ebenfalls im Westen liegende Homs gestartet. Der Millionen-Metropole Aleppo kommt ebenso wie Homs eine wichtige strategische Bedeutung in dem Bürgerkrieg zu. Sollte es der Armee gelingen, diese Städte im Westen des Landes zurück zu erobern, wäre die Herrschaft Assads vorläufig gesichert, auch wenn der IS den Osten des Landes beherrscht.

Putin sagte am Rande eines Besuches im kasachischen Burabai, seine Regierung sei mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, Jordanien und Israel in Kontakt, um im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuarbeiten. Die russische Luftwaffe unterstützt die syrische Armee seit Ende September mit Luftangriffen.

Der Westen wirft Russland vor, seine Angriffe vor allem auf vergleichsweise moderate Rebellengruppen zu konzentrieren und nicht auf IS-Milizen. Die Türkei und die USA vereinbarten nach Angaben des türkischen Präsidialamtes eine engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS. Eine von den USA geführte Allianz bombardiert in Syrien schon länger mutmaßliche IS-Ziele.

Türkische Kampfflugzeuge schossen nach Regierungskreisen in Ankara nahe der syrischen Grenze eine Drohne ab. Das Fluggerät unbekannter Herkunft habe sich im türkischen Luftraum befunden, sagte ein hochrangiger Vertreter der Regierung. Nach einem Bericht des Fernsehsenders NTV ereignete sich der Vorfall drei Kilometer hinter der Grenze. Aus US-Kreisen verlautete, vermutlich sei eine russische Drohne abgeschossen worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau dagegen teilte der russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge mit, alle Drohnen seien wie geplant im Betrieb. Außerdem seien alle russischen Militärflugzeuge in Syrien sicher zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt.

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