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Atempause oder Ende der Rallye?

Boerse-Daily.de

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt passt momentan zum Wetter - sie ist gedrückt. Eigentlich unpassend für Allzeithoch-Niveau, aber von Vorteil. Denn das kann bedeuten, dass viele, die jetzt skeptisch und entweder nicht dabei oder unterinvestiert sind, den Kursanstieg vorantreiben, weil sie wieder einsteigen müssen - wenn der DAX seine Dynamik nicht verliert. Aber eben dies könnte momentan jederzeit passieren. Und womöglich ist der heutige Dienstag in dieser Hinsicht ein Schlüsseltag.

Die Aussagen der US-Investorenlegende Carl Icahn am gestrigen Abend, der hinsichtlich der Aktienmärkte erklärte, dass diese seiner Ansicht nach jederzeit einbrechen könnten, hatten den US-Bullen am Montag die Stimmung und den Kursanstieg verhagelt. Und dass der heute Früh veröffentlichte deutsche ZEW Index seitens der Konjunkturerwartungen zwar leicht über den Erwartungen lag, die Beurteilung der aktuellen Lage indes fiel, statt wie erwartet zu steigen, war auch nicht gerade ein Grund, die herbstliche Stimmung aufzuhellen. Damit wandert der Blick der Akteure mal wieder über den großen Teich: Stecken die US-Trader die Icahn-Aussagen weg oder nicht?

Die US-Index-Futures deuten am frühen Nachmittag eine leicht gedrückte Eröffnung an, aber erst zum tatsächlichen Start um 15:30 Uhr wird sich ermessen lassen, ob man die zum Montags-Handelsende entstandenen Abschläge umgehend wieder aufholt oder nicht. Und das wird letztlich maßgeblich dafür sein, ob der DAX die gerade erst am Montag bezwungene Hürde in Form der nach der EZB-Zinssenkung markierten Hochs von 9.194 Punkten wird verteidigen können. Denn genau dort tritt der Index momentan unentschlossen auf der Stelle. Noch ist alles offen, keine Seite hat aktuell wirklich bessere Karten.

Sollte der deutsche Leitindex wieder klar über 9.200 hinaus anziehen und die aktuellen, leichten Abschläge wieder wettmachen, ist die Kuh erstmal vom Eis und der Blick kann weiterhin auf das nächste Kursziel bei 9.360 Punkten gerichtet bleiben. Schließt der DAX indes deutlicher unter 9.194 Zählern, wäre der gestrige Ausbruch zunächst einmal als Bullenfalle zu werten. Dann gerät der DAX umgehend wieder in die unmittelbare Gravitationszone der 9.000er-Marke bzw. der aktuell bis auf 9.058 Punkte nach oben gelaufenen 20-Tage-Linie. Deren Unterschreiten wäre, nachdem diese erst letzten Mittwoch verteidigt werden konnte, ein problematisches Signal und sollte Anlass sein, bei laufenden Long-Positionen erst einmal die Gewinne mitzunehmen. Der Stop-Loss sollte daher bei 9.045 Punkten angesiedelt werden. Doch wenngleich der DAX damit erst einmal nicht mehr bullish wäre - faktisch bearish würde er erst, wenn er mit Schlusskursen unter 8.975 Punkten die 20-Tage-Linie, die runde Marke von 9.000 Zählern und die obere Begrenzung des 2009er-Aufwärtstrendkanals (aktuell bei 8.994 Punkten) reißen würde. Kurzfrist-Trader sollten unseres Erachtens für Long-Positionen sogar einen deutlich engeren Stop-Loss bei 9.125 Punkten ansetzen.

DAX (Stundenchart in Punkten):
Widerstände: 9.254 / 9.360
Unterstützungen: 9.194 / 9.070 / 9.058 / 9.000 / 8.994 / 8.770 / 8.690 / 8.558 / 8.526 / 8.457 / 8.415 / 8.252

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