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Auch für die Fed gehören Negativzinsen in den Instrumenten-Kasten

Reuters

Washington (Reuters) - Auch für die US-Notenbank (Fed) sind negative Zinsen kein Tabu.

Fed-Chefin Janet Yellen schloss am Donnerstag in ihrer Anhörung vor dem US-Senat nicht aus, dass die Zentralbank auch einmal zu diesem Mittel greifen könnte. "Ich würde dies nicht vom Tisch nehmen", sagte Yellen. Die Fed schaue sich das momentan im Lichte der Erfahrungen in europäischen Ländern an. "Wir haben diese Bewertung noch nicht abgeschlossen." Die US-Notenbank hatte Yellen zufolge negative Zinsen 2010 schon einmal erwogen. Damals sei die Fed aber zu dem Ergebnis gekommen, dass sie als Mittel zur Wachstumsförderung nicht gut geeignet seien.

In Europa haben inzwischen mehrere Länder negative Leitzinsen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte erst im Dezember den Einlagensatz auf minus 0,3 von zuvor minus 0,2 Prozent gesenkt. Banken in der Euro-Zone müssen also Strafzinsen bezahlen, wenn sie bei der EZB Geld horten. Mit dem negativen Satz will die Euro-Notenbank unter anderem die Kreditvergabe ankurbeln. In Schweden liegt ein Leitzins inzwischen bei minus 0,5 Prozent, in der Schweiz sogar bei minus 0,75 Prozent. Die Schweizer Nationalbank (SNB) will so dem starken Franken begegnen, der heimische Waren im Ausland teuer und damit weniger konkurrenzfähig macht.

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