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Auslandsaktien: Technologie unterm Weihnachtsbaum

BÖRSE FRANKFURT

Marktbericht vom Handel mit internationalen Werten

Für Konzerne wie Sony, Apple und Samsung beginnt mit dem Weihnachtsgeschäft die schönste Zeit des Jahres.

10. Oktober 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Budget-Streit in den USA bleibt Thema Nummer eins und überschattet derzeit vieles an den internationalen Aktienmärkten. Seit über einer Woche sind zahlreiche Bundesbehörden nun geschlossen und die Verwaltung arbeitet auf Sparflamme. "Solange dieser Konflikt nicht gelöst ist, bleiben Anleger vorsichtig", ist Walter Vorhauser von der Close Brothers Seydler überzeugt. Auch deshalb haben die großen Indizes in den vergangenen Wochen zum Teil Verluste verzeichnet. Etwa ist der Dow Jones Industrial Average seit Mitte September um rund 1.000 Punkte gefallen, der S&P 500 notiert rund 70 Punkte niedriger.

Auch diverse Technologiewerte mussten in den vergangenen Monaten Einbußen hinnehmen. "Nun positionieren sich die Unternehmen für die bevorstehende Vorweihnachtszeit, um Boden gut zu machen." Der Black Friday als umsatzstärkster Tag in den USA würde beispielsweise zunehmend in anderen Regionen etabliert, auch in Deutschland. Der Name komme von den schwarz wirkenden Menschenmassen auf den Straßen, die seit den 60ziger Jahren an diesem Tag auf Schnäppchenjagd gingen. "Für Amerikaner ist dieser Freitag nach dem Erntedankfest, das immer am vierten Donnerstag im November stattfindet, ein beliebter Brückentag", weiß Vorhauser.

Samsung punktet mit neuen Displays für Smartphones

Mit dem weltweit ersten Smartphone mit gewölbten Display macht Samsung (WKN 896360) schon mal auf sich aufmerksam. Das Galaxy Round werde zunächst nur in Südkorea für umgerechnet rund 740 Euro erhältlich sein. "Das Gerät soll die Basis für neue Telefonmodell-Formen sein", erklärt Vorhauser. Die durch organische Leuchtdioden (OLED) ermöglichte Wölbung sorge für gleichbleibende Bildqualität unabhängig vom Betrachtungswinkel. Der heimische Rivale LG Electronics (WKN 576798) werde vermutlich noch in diesem Jahr nachziehen. Von beiden Unternehmen gebe es bereits Fernseher mit gekrümmter Oberfläche. Der Aktienkurs von Samsung hat sich seit dem Tief von 409,60 Euro im Juli wieder etwas erholt und notiert derzeit um 491 Euro. "Damit steuert das Unternehmen langsam Richtung Höchststand von 569 Euro von Anfang Juni zu."

Höhere Apple-Dividenden lockt Investoren

Pünktlich vor Weihnachten winkt auch Apple (WKN 865985) mit neuen Produkten. "Es gibt Gerüchte, demnach die Nachfolger von iPad und iPad Mini bereits in den Startlöchern stehen", bemerkt Roland Stadler von der Baader Bank. Schon in zwei Wochen könnten ein iPad 5 und iPad mini 2, ausgestattet mit der Kamera des iPhone 5S und dem Fingerabdrucksensor des iPhone-Flaggschiffs vorgestellt werden. Auch Apple hat sich seit Ende Juni vom Tiefstand bei 300 Euro auf aktuell knapp über 360 Euro wieder stabilisiert. Im Frühjahr habe der US-Technologiekonzern einen großangelegten Aktienrückkauf und höhere Dividenden in Aussicht gestellt. "Der im August eingestiegene Großinvestor Icahn drängt zudem darauf, noch mehr Geld an die Anleger zurückfließen zu lassen."

"Vom Allzeithoch von über 705 US-Dollar vor rund einem Jahr ist die Aktie allerdings noch weit entfernt." Im Grunde habe es seit dem Ableben von Steve Jobs nur noch Updates bestehender Produkte gegeben. Apple-Anhänger warteten bislang vergeblich auf den nächsten großen Coup.

HP auf Erholungskurs

Die Kooperation mit Google (WKN A0B7FY) scheint Hewlett-Packard (WKN 851301) zu bekommen. Die HP-Aktie schoss am gestrigen Mittwoch um 9 Prozent in die Höhe. Die Aufholjagd setzte sich heute mit einem Plus von 4 Prozent auf knapp 17 Euro fort. "Nach Aussagen der Konzernchefin haben sich Umsätze und Gewinn stabilisiert", begründet Vorhauser den Sprint Richtung Jahreshoch von Ende Juli, der bei 21 Euro liegt. "Zudem hat das Unternehmen angekündigt, 50 Prozent der ungebundenen Barbestände an die Aktionäre auszuschütten."

Die Chrome-Serie von HP und Google würde derzeit um ein leichtes und robustes Gerät erweitert. "Mit dem Chromebook 11 für gerade mal 279 US-Dollar bietet das Unternehmen, zunächst in Großbritannien, in diesem Butter- und-Brot-Segment eine ganze Menge Technik." Angefangen mit einem schnellen stromsparenden ARM-Prozesser, über ein geringes Gewicht von rund einem Kilogramm. einem stabilisierenden Magnesiumrahmen bis hin zu einem 11,6 Zoll IPS-Bildschirm.

Rakuten Japan fürchtet um Einnahmen

Inwiefern das japanische Online Shopping Portal Rakuten (WKN 916008) vom diesjährigen Weihnachtsgeschäft profitieren kann, stehe in den Sternen. "Der Konkurrent Yahoo Japan kündigte eine Streichung der Gebühren für Online-Einzelhändler an", berichtet Stadler. Dadurch gewinne Yahoo Japan (WKN 916008) an Attraktivität für die Shops, gleichzeitig werde eine Einnahmequelle für Rakuten angegriffen. Der Aktienkurs gab deutlich auf 8,60 Euro nach und entfernte sich von seinem Jahreshoch um 12 Euro vom 26. September. "Das Problem scheint eine Fehde zwischen Masayoshi Son von Yahoo Japan und Hiroshi Mikitani, dem Gründer von Rakuten zu sein."

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von Iris Merker, Deutsche Börse AG
© 10. Oktober 2013

Kurs zu LG ELECTRONICS Aktie

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20.08.2014, 13:09, Xetra

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