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BaFin befürchtet schlechte Stresstestergebnisse

Börsen-Zeitung

Börsen-Zeitung, 21.5.2014

bn/gbe Frankfurt - Die Finanzaufsicht bereitet deutsche Banken auf schlechte Ergebnisse im Extremszenario des europaweiten Stresstests vor. Die Prüfung der Bilanzen und das Basisszenario des Stresstests sollten keine großen Überraschungen für die 24 deutschen Teilnehmer bereithalten, wie Elke König, Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), am Dienstag erklärte: "Ich kann aber nicht ausschließen, dass das adverse Stressszenario für einzelne Institute sehr anspruchsvoll wird. Dieses Szenario hat es in der Tat in sich, wenn ich mir die Parameter ansehe, die für unsere Institute relevant sind."

Im Extremszenario bleibt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Europäischen Union in den Jahren 2014 bis 2016 um kumuliert 7 % hinter der Basisprognose der EU-Kommission zurück. Banken müssen unter diesen Bedingungen zutage tretende Kapitallöcher innerhalb von neun Monaten schließen. Wie König ausführte, wird unter den Aufsehern "derzeit noch heftig" darüber diskutiert, wie die Ergebnisse der Asset Quality Review mit denen des nachgelagerten, infolge hohen Zeitdrucks tatsächlich aber parallel laufenden Stresstests zu kombinieren sind.

Die deutschen Banken hätten in den vergangenen Jahren ihre Kapitalbasis gestärkt und Risikopositionen abgebaut, sagte König. So hat zwar der Anteil jener Institute, denen die BaFin im Zuge ihrer Risikoklassifikation eine hohe Qualität bescheinigt, 2013 leicht zugenommen. Gerade von den beim Bilanztest im Fokus stehenden Häusern mit hoher Systemrelevanz aber stuft sie jedes zweite Institut in der relativ schlechten Kategorie C ein.

Die Untersuchungen der Devisenmanipulationsvorwürfe haben unterdessen erste Ergebnisse gebracht. "Es hat eindeutig Versuche gegeben, Preise zu manipulieren", sagte Raimund Röseler, Exekutivdirektor Bankenaufsicht. Die Prüfungen sollten möglichst bald beendet werden, 2014 sei aber nicht mit Endergebnissen zu rechnen. König warnte davor, den Anwendungsbereich der geplanten EU-Benchmark-Regulierung zu weit zu fassen. Es sei niemandem geholfen, wenn es anschließend gar keine Referenzpreise mehr gebe, weil die regulatorischen Hürden zu hoch gelegt wurden.


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