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BASF will Kunststoffgeschäft in Asien deutlich ausbauen

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der deutsche Chemiekonzern BASF setzt verstärkt auf sein Kunststoffgeschäft in Asien. 'Mit sechs Prozent pro Jahr erwarten wir das höchste Marktwachstum in Asien', sagte der stellvertretende BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller am Dienstag in Ludwigshafen. Der Kunststoffverbrauch sei in dieser Region größer als in Europa und Nordamerika zusammen. China mit dem höchsten Verbrauch trägt mehr als die Hälfte zur Nachfrage in Asien bei. 'Ein Schwerpunkt für Investitionen in Neuanlagen wird für uns daher auch in Zukunft in Asien liegen.'

Zur Zeit baut BASF eine neue Anlage für die Herstellung von Diphenylmethandiisocyanat (MDI) im chinesischen Chongqing. Die Investitionen für die MDI-Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 400.000 Tonnen liegen bei rund 860 Millionen Euro. Im kommenden Jahr soll die Produktion beginnen. MDI ist als Grundstoff wichtig für die Herstellung von speziellen Kunststoffen.

Erst Anfang Juni hatte BASF angekündigt, bis 2020 rund 10 Milliarden Euro in die Region Asien-Pazifik zu investieren. 'Ein großer Teil davon wird in neue Kunststoffanlagen gehen', sagte Brudermüller. Für das Jahr 2020 peilt BASF in der Region einen Umsatz von 25 Milliarden Euro an, gut doppelt soviel wie bisher. Bis dahin wollen die Ludwigshafener 75 Prozent der in Asien verkauften Chemieprodukte auch vor Ort produzieren.

Im Geschäft mit den Kunststoffen sieht Brudermüller drei große Megatrends - Energie, Nahrungsmittel und Lebensqualität. So steige aufgrund des stark wachsenden Energiebedarfs die Nachfrage nach Lösungen für den Leichtbau etwa bei Automobilen, sagte der Manager. Die Automobilindustrie gehört zu den wichtigsten Abnehmern von BASF-Produkten. Mehr als 15 Prozent des Konzernumsatzes kommen aus dieser Branche. Bei den Kunststoffen liege der Prozentsatz noch höher, sagte Brudermüller.

Erst Anfang des Jahres hatte BASF sein Kunststoffgeschäft neu sortiert. Die alte Kunststoffsparte wurde aufgelöst und die Anzahl der Segmente von sechs auf fünf reduziert. Nun gehören die Kunststoffe zur Sparte Functional Materials & Solutions./mne/men/rum

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23.04.2014, 09:08, Xetra

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