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Beiersdorf kommt wieder in Schwung

HANDELSBLATT

Es gibt gute und schlechte Nachrichten bei der Beiersdorf AG. Die Guten zuerst: Der Konzern aus Hamburg ist mit seinen 16.000 Mitarbeitern einer der größten Konsumgüterhersteller der Welt und produziert Pflaster, Klebebänder, Kosmetik- und Körperpflegeartikel mit bärenstarken Marken wie Nivea und Tesa. Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz organisch um 6,6 Prozent, das betriebliche Ergebnis (Ebit) konnte ohne Sondereffekte um 11,2 Prozent auf 434 Millionen Euro gesteigert werden. Die Ebit- Umsatzrendite erreichte beachtliche 13,7 Prozent nach: 12,7 Prozent im Vorjahr.

Und auch der Aktienkurs ist binnen zwei Jahren um stolze 50 Prozent gestiegen. Die schlechten Nachrichten: Das Europageschäft schwächelt, die Konkurrenz attackiert, die Margen sind bedroht. Und wenn die Konjunktur in den Schwellenländern weiter schwächeln sollte, dann wird das alsbald auch Beiersdorf zu spüren bekommen. Diese Sorgen haben den Aktienkurs seit Frühjahr unter Druck gesetzt. Auch größere Investoren zogen sich zurück, denn zudem ist das Kurs/Gewinn-Verhältnis relativ hoch. Viele Anleger wollen wohl erst einmal abwarten. Seit Anfang Oktober aber geht es wieder bergauf. Es keimt neue Hoffnung und plötzlich bildet sich eine charttechnische Formation der Entscheidung.

Die Optimisten erwarten nun einen Ausbruch nach oben und verbinden ihre Zuversicht mit Stefan Heidenreich. Der hat im vergangenen Jahr als neuer Vorstandsvorsitzender das Ruder bei Beiersdorf übernommen und steuert seither den Konzern kraftvoll in die Internationalisierung. Bislang zahlt sich das neue Konzept der stärkeren Konzentration auf Schwellenländer aus.

Besonders in Südamerika, wo der Verkaufserlös um knapp ein Fünftel zulegte, waren die Kosmetikprodukte sehr gefragt. Aber auch in Nordamerika und China verbesserte sich Beiersdorf. Als Folge des enttäuschenden Resultats in Europa, wo der Dax-Konzern mehr als die Hälfte seines Gesamtumsatzes einfährt, trennte man sich im Sommer vom verantwortlichen Vorstandsmitglied Peter Feld.

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