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BMW spürt Preisdruck - Euro-Krise dämpft Margen

Börsen-Zeitung

Börsen-Zeitung, 16.7.2013

sck München - Die Rezession in Südeuropa dämpft die Dynamik von BMW und sorgt für Preisdruck. Zu Premiumfahrzeugen passten zwar keine hohen Nachlässe, der Wettbewerb sei "jedoch sehr intensiv, weshalb auch wir uns von der Marktentwicklung nicht ganz abkoppeln können", sagte Vorstandschef (CEO) Norbert Reithofer im Interview der Börsen-Zeitung. "Wir versuchen, Preisnachlässe so weit wie möglich zu vermeiden und zugleich unsere Marktanteile zu halten." Denn es koste "viel Geld, verloren gegangene Marktanteile wieder aufzuholen", räumte er ein.

Reithofer bezeichnete die Lage auf dem westeuropäischen Markt aufgrund der Euro-Krise als "weiterhin schwierig". Dies gelte insbesondere für Italien, Spanien und Frankreich. "Aber auch Deutschland ist kein Selbstläufer mehr." Der BMW-Chef befürchtet, dass der westeuropäische Markt 2013 um rund 5 % zurückgeht und deshalb eine "große Herausforderung" bleibt. Der Münchener Autohersteller treibt seine Geschäftsexpansion außerhalb Europas voran, wodurch sich der Anteil des Alten Kontinents am Konzernabsatz verringert. Reithofer peilt für Europa eine Quote von 40 % an. China, Nordamerika und der Rest der Welt sollen künftig jeweils 20 % zu den Verkäufen beisteuern. Vor Ausbruch der Finanzmarktkrise machte Europa noch 60 % des BMW-Autoabsatzes aus, im ersten Halbjahr 2013 waren es nur noch 46 %. Grund hierfür ist die Dynamik in China und ein sich erholender US-Markt, was den Konzern stützt. Während BMW im ersten Halbjahr in China (15 %) und in den USA (9 %) deutliche Zuwächse verzeichnete, brach der Absatz in Deutschland und in Frankreich um jeweils knapp 7 % ein. Die Expansion soll aber nicht zu Lasten der deutschen BMW-Werke gehen. "Deutschland ist und bleibt unsere industrielle Basis", betonte Reithofer.

Die bevorstehende Markteinführung des ersten Serien-Elektrofahrzeugs von BMW soll auch dazu beitragen, die Schadstoffemissionsbilanz des Konzerns zu verbessern. "Wir müssen die Fähigkeit zur Elektrifizierung aufbauen", sagte der CEO. BMW wolle eine "signifikante Rolle" bei Elektroautos spielen, erklärte Vertriebschef Ian Robertson bei Testfahrten des Modells BMW i3.


- Interview Seite 11

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