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Börse Frankfurt-News: Viel Rückenwind (Markttechnik)

dpa-AFX

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 10. Juli 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach sieben Wochen mit vielen Rücksetzern hat der DAX abermals zu einem Erholungsversuch angesetzt: Der Sprung über die 8.000 Punkte-Marke ist bereits geglückt, auch am heutigen Mittwoch notiert das Börsenbarometer knapp darüber. 'Nach den soliden Geschäftszahlen von Alcoa zu Beginn der US-Quartalsberichtssaison macht sich offensichtlich die Hoffnung breit, dass die amerikanischen Unternehmen insgesamt gut abgeschnitten haben', kommentiert die Helaba. Die Tatsache, dass Griechenland eine Einigung mit seinen Gläubigern über die Auszahlung der nächsten Hilfstranche erzielen konnte, habe ebenfalls stimulierend gewirkt.

Doch auch charttechnisch spricht einiges für neue Kursgewinne - auch wenn Risiken bleiben. 'Für eine weitere Aufwärtswelle müsste der DAX jetzt signifikant über 8.086 Punkte klettern, dann wäre Platz bis 8.140 oder 8.190 bis 8.200 Punkte', meinen die Charttechniker von BNP Paribas. Von dort aus könnten allerdings wieder Kursrücksetzer folgen. 'Kommen starke Verkäufer ins Spiel und drücken den DAX unter 8.000 Punkte, wäre er anfällig für eine größere Korrektur bis 7.935/7.945 oder bis 7.900/7.905 Punkte.'

Ende der Korrektur in Sicht

Nach Ansicht von Jana Meier von HSBC Trinkaus bleibt die technische Ausgangslage beim DAX vorerst freundlich. 'Besonders der Bruch des Korrekturtrends seit Ende Mai bei aktuell 7.953 Punkten sowie das Überwinden der jüngsten Hochpunkte tragen zu dieser Einschätzung bei.' Die eigentliche Nagelprobe stehe aber jetzt erst ins Haus: 'Schließlich kommt dem Barrierenbündel aus dem 50 Prozent-Fibonacci-Retracement des gesamten Korrekturimpulses seit Ende Mai bei 8.107, der Kurslücke vom 20. Juni bei 8.086/161 und der fallenden 38-Tages-Linie bei aktuell 8.152 Punkten ein signalgebender Charakter zu.'

Spätestens ein Sprung über diese Hürden würde Meier zufolge die Korrektur seit Mai endgültig zu den Akten legen und mittelfristig wieder den Weg gen Norden ebnen. Rückenwind komme derzeit von Seiten der trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon, die synchron neue Einstiegssignale geliefert hätten. 'Um die aktuelle Steilvorlage nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen, gilt es dabei fortan, nicht mehr in den gerade überwundenen Abwärtstrend zurückzufallen.'

Potenzial bis 9.200 Zähler

Auch Christian Henke zeigt sich optimistisch. 'Nach dem Sprung über die wichtige und betonharte Widerstandslinie bei 8.132/8.152 Punkten Anfang Mai dieses Jahres ist beim heimischen Börsenbarometer der Knoten geplatzt', erklärt der freie technische Analyst. Danach sei es spürbar aufwärts gegangen, gefolgt von Gewinnmitnahmen, bei denen die ehemalige Widerstandsbarriere unterschritten worden sei. 'Allerdings hatten die Bären die Rechnung nicht mit der steigenden gewichteten 200-Tage-Durchschnittslinie gemacht', bemerkt Henke. Zwar sei die Glättungslinie auf Tagesbasis kurzzeitig nach unten verlassen worden, der gleitende Durchschnitt habe dem Abgabedruck aber standgehalten, ein weiterer Test Anfang Juli sei mit Bravour bestanden worden.

'Dank gebührt aber auch den Unterstützungen bei 7.657/7.689 und 7.779/7.869 Punkten', führt Henke weiter aus. Diese horizontalen Schiebezonen hätten dem DAX zusätzlich Rückendeckung gegeben. Zuletzt seien die Bluechips von den genannten Unterstützungen nach oben abgeprallt. 'Dabei konnte der seit Ende Mai 2013 bestehende kurzfristige Abwärtstrendkanal bei 7.980 Punkten nach oben verlassen werden.' Das nächste Ziel ist Henke zufolge die einstige Unterstützung bei 8.132/8.152 Punkten. Gelinge der Sprung darüber, werde das Jahreshoch bei 8.558 Punkten ins Visier der Bullen geraten, darüber wären sämtliche Widerstände aus dem Weg geräumt. 'Mittelfristig besteht für den DAX weiteres Aufwärtspotenzial bis 9.200 Punkte.'

Gutes Wetter, gute Laune

Auch Anleger sind wieder zuversichtlicher, wie die aktuelle Umfrage der Börse Frankfurt zeigt. Im Vergleich zum vergangenen Mittwoch steigt der Bull/Bear-Index für Institutionelle von 56,1 auf 63,3 Punkte und liegt damit wieder ganz klar oberhalb der 50-Punkte-Marke, die Optimisten und Pessimisten trennt. 9 Prozent der Befragten haben das Bärenlager verlassen, 4 Prozent sind ins Bullenlager übergelaufen, das jetzt mit 48 Prozent fast die Hälfte der Interviewten ausmacht. Auch Privatanleger sind optimistischer geworden, der Bull/Bear-Index klettert von 53,7 auf 59,5 Punkte. Details erfahren Sie von Cognitrend ab 17 Uhr auf boerse-frankfurt.de/sentiment.

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© 10. Juli 2013 / Anna-Maria Borse

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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