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BHF-Bank stellt Outperformance heraus

Börsen-Zeitung, 7.8.2012

bn Frankfurt - Spekulationen um ihre Zukunft setzt die BHF-Bank schwarze Halbjahreszahlen in allen Geschäftsbereichen und den Verweis auf eine Outperformance gegenüber Wettbewerbern entgegen. "Es gibt nicht viele Institute, die ihr Leistungsversprechen durch Performance rechtfertigen in diesen schwierigen Märkten", erklärt Vorstandssprecher Björn Robens im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Die Performance in den kommenden Jahren werde darüber entscheiden, welche Position Banken im Private-Banking-Markt einnehmen werden. Laut Urteil des unabhängigen Performance-Ranking-Instituts Firstfive biete die Vermögensverwaltung der BHF-Bank die mit Abstand beste Performance, argumentiert das Geldhaus. In 27 von 32 Kategorien belege man Platz 1 oder 2.

Angesichts der Kapital- und Liquiditätsvorgaben von Basel III sind Private-Banking-Gelder in der Branche heiß begehrt. Im Markt wird deshalb seit langem spekuliert, inwieweit der geplante, sich aber hinziehende Verkauf an den Finanzinvestor RHJI die BHF-Bank Mittel kostet. Im ersten Halbjahr haben sich Mittelzu- und -abflüsse Robens zufolge die Waage gehalten. Im klassischen Private Banking, dem lukrativen Feld der zur Vermögensverwaltung anvertrauten Gelder, habe die Bank Nettozuflüsse von mehreren Hundert Millionen Euro verbucht.

Zur geplanten Übernahme des Instituts äußert sich Robens, dessen Mandat als Vorstandssprecher der Aufsichtsrat der BHF-Bank Ende Juni um fünf Jahre bis Ende 2017 verlängert hat, nicht. Vor Steuern verdiente die Bank im Sechsmonatszeitraum 31,2 Mill. Euro, davon knapp die Hälfte im Private Banking und im Asset Management. Alle Geschäftsbereiche arbeiten profitabel.

In den zurückliegenden beiden Jahren hat sich das Institut, das im März 2010 zusammen mit Sal. Oppenheim von der Deutschen Bank übernommen wurde, radikal verkleinert. Seit Mitte vorvergangenen Jahres verkürzte die BHF-Bank die Bilanz von 18,8 Mrd. auf noch 8,4 Mrd. Euro. Den Eigenhandel hat die Bank eingestellt, und ihren Bestand von Staatsanleihen aus Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien sowie sonstiger Risiko-Bonds von gut 2 Mrd. Euro hat sie auf null heruntergefahren.

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- Bericht Seite 5

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