Branchenberichte

Die Profiteure des Netzausbaus

Die Betreiber des deutschen Stromnetzes stöhnen über die Energiewende. Über 30 Milliarden Euro müssen sie in den kommenden zehn Jahren in die großen Übertragungsleitungen investieren, damit das Netz die Herausforderungen durch den Atomausstieg und den Ausbau der erneuerbaren Energien bewältigen kann.

Die Hersteller von Stromleitungen, -masten und Transformatoren freuen sich über die Energiewende. Für sie bedeuten die 30 Milliarden Euro ein gutes Geschäft. Über die Jahre könne sich Siemens sicherlich eine Milliardensumme von dem Auftragsvolumen sichern, sagte Udo Niehage, der Energiewendebeauftragte des Technologiekonzerns, dem Handelsblatt: "Wenn die Projekte zur Realisierung kommen, rechnen wir uns sehr gute Chancen aus." Ähnlich optimistisch ist Konkurrent ABB. Schließlich sieht sich der Konzern als "Weltmarktführer in der Stromübertragung und -verteilung" und will sich mit einem "kompletten Angebot, das von Transformatoren und Schaltanlagen über Hochspannungskabel bis hin zu kompletten, schlüsselfertigen Umspannwerken reicht", um Aufträge bemühen. Auch Alstom darf sich als wichtiger Lieferant Hoffnungen machen.

Seit dieser Woche wissen die Unternehmen, um welchen Markt sie kämpfen werden. Die vier Betreiber des Übertragungsnetzes, das den Strom überregional mit Höchstspannungsleitungen transportiert, Amprion, 50-Hertz, Tennet und Transnet-BW, haben einen Plan vorgelegt, wie das Stromnetz mit der Energiewende mithalten kann. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien wird es für sie schließlich immer schwieriger, die Spannung stabil zu halten. Beispielsweise wird immer mehr Strom im Norden produziert, wo riesige Windparks vor den Küsten entstehen, der zu den Industriebetrieben im Süden tr

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