WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch bei schwachem Volumen höher geschlossen. Der ATX stieg um 1,49 Prozent auf 1.883,01 Einheiten nach zwei deutlichen Verlusttagen in Folge. Europaweit zeigten sich die Börsen nach den jüngsten Kursverlusten erholt. Im Verlauf sorgten vor allem positive US-Immobiliendaten für einen Kursschub nach oben. In den USA hatten sich die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Mai deutlich stärker als erwartet erholt. Mit Spannung warten die Akteure nun auf Ergebnisse auf dem am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel.
Die Meldungslage war erneut dünn. Eine europaweite Branchenbetrachtung zeigte den Bankensektor mit den stärksten durchschnittlichen Zuwächsen. In Wien verteuerten sich die Erste Group -Papiere um 3,67 Prozent auf 13,84 Euro. Eine negativere Analystenmeinung wirkte hier somit nicht belastend. Die Experten der UBS hatten ihr Kursziel für die Aktien von 19,50 auf 18,70 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung 'Buy' war unterdessen bestätigt worden. Raiffeisen -Titel verabschiedeten sich mit plus 2,11 Prozent auf 24,16 Euro aus dem Handel.
Zumtobel schlossen mit plus 1,26 Prozent auf 7,80 Euro. Der Leuchtenhersteller aus Vorarlberg hatte Geschäftszahlen vorgelegt. Die Analysten von der RCB bewerteten den Gewinn im abgelaufenen Quartal als unter den Erwartungen. Beim Ausblick blieb Zumtobel-Chef Sommerer kryptisch: Es habe schon Jahre gegeben, die leichter zu prognostizieren gewesen seien. Die mittelfristen Ziele von einem 10-Prozent-Wachstum bei Zumtobel und einem generellen Plus von 4 Prozent für die Branche seien jedenfalls nicht mehr realistisch, hieß es.
Klar zulegen konnte unter den Schwergewichten OMV mit einem Kursplus von 2,96 Prozent auf 22,93 Euro. Immofinanz legten um 2,22 Prozent auf 2,39 Euro zu. Erneut schwach präsentierten sich Voestalpine (minus 1,28 Prozent auf 20,40 Euro), nachdem die Stahlaktie bereits am Vortag um mehr als fünf Prozent abgerutscht war.
Ungeachtet von Kurszielsenkungen durch Analysten legten Vienna Insurance und Wienerberger zu. Die Titel legten um 1,97 Prozent auf 29,80 Euro zu. Hier hatten die RCB-Experten ein neues Kursziel von 33,0 Euro errechnet (zuvor: 37,0 Euro). Wienerberger gewannen 1,31 Prozent auf 7,10 Euro. Die Erste Group hatte das Wienerberger-Kursziel von 9,30 auf 7,50 Euro nach unten gesetzt./ste/APA/he
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