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Breite Streuung: Wieviel Multi Asset ist nötig?

Um hohe Verluste zu vermeiden, versuchen Investoren das Risiko auf möglichst viele Assetklassen zu verteilen. Viele setzen deshalb auf Mischfonds, erklärt Philipp Magenheimer, Fondsmanager bei Wave Management.

Mischfonds - neudeutsch Multi Asset - sind bei Anlegern beliebter denn je, wie der Fondsverband BVI auf seiner Jahres-Pressekonferenz vermeldete. Obwohl sich die einzelnen Konzepte durchaus voneinander unterscheiden, lässt sich die Intention eines Mischfonds einfach erklären: durch Aufteilung des Fondsvermögens auf unterschiedliche Anlageklassen wird das Ziel verfolgt, das Rendite-Risiko-Verhältnis des Portfolios zu Gunsten des erstgenannten zu optimieren.

Wissenschaftlich gestützt wird dieses Vorhaben durch die Studien von US-Ökonomen wie Markowitz, Sharpe, Fama oder French. Doch wie viel Multi Asset ist nötig, um den gewünschten Diversifikationseffekt zu erzielen? Bringt ein Mehr an Anlageklassen auch automatisch eine höhere risikogewichtete Rendite?

In den vergangenen Jahren wirkte das Ansteigen der Korrelationen der einzelnen Assetklassen dem angestrebten Diversifikationseffekt entgegen, zum anderen wurde offensichtlich, dass es zum Teil Illiquiditätsprämien waren, die zum Diversifikationseffekt beitrugen. Den Nachteil dieser Illiquidität bekamen beispielsweise Anleger offener Immobilienfonds schmerzhaft zu spüren.

Weniger Anlageklassen bieten manchmal mehr

Dass für eine hinreichende Diversifikation nicht Unmengen an Assetklassen kombiniert werden müssen, beweisen sogenannte Managed-Futures-Konzepte. Diese Konzepte - vielfach als Absolute Return beziehungsweise Total Return-Fonds aufgelegt - besinnen sich auf die Ursprungsidee der Diversifikation, nämlich auf eine Steigerung der risikogewichteten Rendite durch eine Kombination unkorrelierter Ergebnisbeiträge.

Statt über die Kombination möglichst vieler Assetklassen erfolgt eine Diversifikation hierbei über unterschiedliche Anlagestrategien und deren zu Grunde liegenden Werttreiber. Auf diese Weise kommen genannte Konzepte mit einer vergleichsweise geringen Anzahl Assetklassen aus, beispielsweise mit Aktien und Renten.

Die genannten Märkte haben eines gemeinsam: sie verfügen über einen liquiden Derivatehandel, wodurch die Anwendung von Strategien, die auf unterschiedlichen Werttreibern basieren, ermöglicht wird. Dazu gehören beispielsweise antizyklische Ansätze, Market-Timing, Optionsstrategien, Trendfolgemechanismen, marktpsychologische Verfahren und dergleichen.

Ein weiterer Vorteil: durch den Derivateeinsatz lässt sich das Fondsvermögen vollumfänglich gegen Kursverluste immunisieren, während traditionelle Diversifikationskonzepte lediglich auf eine Wegdiversifizierung des unsystematischen Risikos abstellen und das übergeordnete Marktrisiko erhalten bleibt.

Da die Allokation hierbei vorrangig taktisch erfolgt, kommt dem Risikomanagement eine herausragende Bedeutung zu. Dies gilt umso mehr im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld, in dem sich erlittene Verluste nur schwerlich wieder aufholen lassen. Kapitalerhalt hat dabei Priorität vor Rendite. Risiken werden nur eingegangen, wenn ein angemessener Ertrag zu erwarten ist, für jede Positionierung wird ein knappes Risikobudget kalkuliert, welches im Erfolgsfall steigt.

Definierte Ziele sind die Glättung der Wertentwicklung im Zeitablauf, die Begrenzung von Verlusten und die Erreichung einer niedrigen Volatilität. Demzufolge sollten die Renditeerwartungen nicht überzogen sein: Die Präferenz niedriger Volatilität und geringer Maximalverluste führt naturgemäß zur Aufgabe von Renditepotenzial.

Der Erfolg kann daran gemessen werden, ob es gelingt, in unterschiedlichen Marktphasen positive Renditen zu erreichen, die in einem günstigen Verhältnis zum gegebenen Risikokapital stehen. Diese unkorrelierten Produkte eignen sich als Basisinvestment beziehungsweise als Beimischung zu Anlagen in Risikoassets oder bildlich gesprochen, als Stoßdämpfer im Depot.

Dieser Artikel wird bereitgestellt von www.dasinvestment.com

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