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Bundesbank bittet Banken zum Niedrigzins-Rapport

Börsen-Zeitung, 27.9.2013

bn Frankfurt - Deutschlands Bankenaufsicht zieht angesichts niedriger Zinsen Konsequenzen. Mit Ausnahme bestimmter Spezialinstitute forderte die Deutsche Bundesbank nach Informationen der Börsen-Zeitung alle Banken auf, ihr bis Monatsende am Montag "auf Einzelinstitutsebene" Daten und Prognosen zu den Folgen fortdauernd niedriger Zinsen sowie eines plötzlichen Zinsanstiegs für die Ertragskraft zu liefern. Unter anderem soll jedes Institut seine künftigen Ergebnisse aus der Fristentransformation einschätzen.

Die ultralockere Geldpolitik lässt die Zinsspanne der Banken schmelzen (siehe Grafik). Die Anlage unverzinster Einlagen und die Vergabe langfristiger Kredite, die kurzfristig refinanziert sind, werfen weniger ab. Auch laufen sukzessive hoch verzinste Anlagen aus, in welche Banken Einlagenüberhänge investiert hatten. Gerade Retailbanken setzt dies zu. Im deutschen Kundeneinlagengeschäft vereinte die Sparkassen-Finanzgruppe eigenen Angaben zufolge Ende 2012 gut 38 % der Marktanteile auf sich, die genossenschaftliche Finanzgruppe gut 21 % und die Großbanken 18 %. Den Rest teilten sich etwa Regionalbanken, sonstige Kreditbanken und Auslandsbanken.

Überraschen kann der Vorstoß der Bundesbank kaum. Deren Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger hatte schon vor einigen Tagen der Börsen-Zeitung gesagt, die Deutsche Bundesbank sehe sich "die Banken derzeit sehr genau an", auch unter dem Aspekt, "welche höherverzinslichen Anlagen bei den Instituten in den nächsten Jahren auslaufen und ersetzt werden müssen".

Da hatte die Bundesbank bereits ihr "institutsübergreifendes Auskunftsersuchen zur Ertragskraft deutscher Kreditinstitute im Niedrigzinsumfeld" mit Datum vom 11. September versandt. Angefügt waren vier große Excel-Sheets, auf denen Zahlen bis 2017 einzutragen sind.

"Die Ergebnisse der Umfrage werden in die Einzelinstitutsaufsicht einfließen", wurde den Banken mitgeteilt. Die Deutsche Kreditwirtschaft fordert eine Verlängerung der Frist um einen Monat bis Ende Oktober. Man habe die Sorge, dass die "enge Frist zur Rücksendung der Fragebögen die Institute überfordert", schrieb die Interessenvertretung der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände der Bundesbank am Dienstag. Die angeforderten Daten lägen "standardmäßig nicht in vollem Umfang vor".

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