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Dax am Rosenmontag auf Talfahrt

HANDELSBLATT

Die Eskalation in der Ukraine versetzt die Märkte in tiefe Sorge. Während vor allem die Aktienmärkte kräftig unter Druck geraten, flüchten die Anleger in als sicher geltende „Häfen“ wie Gold und deutsche Staatsanleihen. Der deutsche Leitindex Dax fiel im Mittagshandel um bis zu 3,1 Prozent auf 9394,60 Punkte. Das ist der größte Tagesverlust seit Juni 2013, als Spekulationen um die Straffung der US-Geldpolitik für Verkäufe sorgten. Auch der Eurostoxx50 erlitt am Montag einen Kurseinfall. Er notierte 2,7 Prozent schwächer bei 3064 Punkten. Der TecDax verlor 2,6 Prozent auf 1252 Punkte, der Mdax sank 2,5 Prozent auf 16.470 Punkte.

„Die Investoren hatten das Risiko einer Eskalation der Lage in der Ukraine unterschätzt“, sagte Aktienhändler David Thebault vom Brokerhaus Global Equities. „Die Ereignisse vom Wochenende sind ein Weckruf.“ Sollten die Spannungen sich verschärfen, habe Deutschland am meisten zu verlieren, sagte Markus Huber, Analyst bei Peregrine & Black.

Russland treibt offenbar den Militäraufmarsch an der Grenze zur Ukraine voran. Das Parlament in Moskau hat einen Militäreinsatz in der Ukraine schon genehmigt. Die Regierung in Moskau argumentiert, sie müsse nach dem Machtwechsel in Kiew die Russen in der Ukraine schützen. Die neue ukrainische Regierung spricht von einer Invasion.

Vor allem die Währungen, Börsen und Staatsanleihen zahlreicher osteuropäischer Länder standen unter massivem Druck. Der russische Rubel fiel zum amerikanischen Dollar um 1,6 Prozent zurück und damit auf einen Tiefststand. Die russische Zentralbank stemmte sich mit einer überraschenden Zinserhöhung gegen die Abwertung des Rubel. Deutliche Verluste gab es auch beim polnischen Zloty und dem ungarischen Forint. Die Landeswährungen Rumäniens, der Tschechei und Bulgariens gaben ebenfalls nach.

An der russischen Börse sackten Gazprom-Aktien um mehr als 12 Prozent ab. Erst jüngst wurde bekannt, dass der russische Staatskonzern seinen Anteil am europäischen Gasmarkt mittlerweile auf einen Rekordwert von mehr als 30 Prozent gesteigert hatte. Die aktuelle Krise untermauere die Einschätzung, dass sich Europa in der Energieversorgung um andere Quellen bemühen müsse, sagte ein Händler.

Kurs zu DAX Index

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24.10.2014, 17:45, Xetra

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