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Dax bläst erneuten Angriff auf 10.000er Marke ab

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Gestern hatte der Dax die Marke von 10.000 Punkten geknackt, rutschte am Ende aber wieder leicht ab. Mit einem neuerlichen Angriff ist heute zunächst nicht zu rechnen.

Dax bläst erneuten Angriff auf 10.000er Marke ab

Nach seiner Erholungsrally legt der deutsche Aktienmarkt am Dienstag eine Verschnaufpause einlegen. Zum Börsenstart verliert der Dax rund 0,5 Prozent auf 9.940 Zähler und entfernt sich damit wieder etwas von der 10.000-Punkte-Marke, die er gestern kurzzeitig übersprungen hatte. Am Montag war der Index erstmals seit Januar wieder in den fünfstelligen Bereich vorgedrungen und in der Spitze bis auf 10.040 Zähler geklettert. Zum Schluss konnte der deutsche Leitindex die psychologisch wichtige Marke nicht ganz halten und ging mit 9990 Punkten aus dem Handel.

Anleger werden das aber verschmerzen können. Binnen eines Monats hat der deutsche Leitindex mittlerweile fast 1300 Punkte oder 15 Prozent zugelegt und sich damit vom verpatzten Jahresstart erholt. Angeschoben wurden die Kurse vor allem vom billigen Geld der Notenbanken - besonders dem der Europäischen Zentralbank (EZB).

Einige Anleger hoffen nun auf die Federal Reserve am Mittwoch, sagte Experte Jens Klatt vom Analysehaus DailyFX. Sie spekulierten darauf, dass die US-Notenbank ähnlich expansiv auftreten könnte wie die EZB in der Vorwoche. Zwar sei in den USA keine weitere Verbilligung des Geldes möglich, die Währungshüter könnten aber andeuten, dass sie keine weiteren Zinserhöhungen in den kommenden zwölf Monaten anstrebten. Das würde laut Klatt die Alternativlosigkeit von Aktien im aktuellen Kapitalmarktumfeld weiter unterstreichen.

Auch Japans Zentralbank hält die Geldschleusen weit geöffnet. Falls notwendig werde es eine weitere geldpolitische Lockerung geben, sagte der Chef der Bank of Japan (BOJ), Haruhiko Kuroda am Dienstag nach der Zinsentscheidung in Tokio. Er stellte klar, dass die Notenbank “verschiedene Möglichkeiten von Negativ-Zinsen” einsetzen könnte.

Den Börsen Asiens half das nach deren jüngsten Kursgewinnen allerdings nicht. Sie liefern dem Dax an diesem Dienstag ebenso schwächere Vorgaben wie die Wall Street, wo der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vortag moderat nachgab.

Zurückhaltung vor Fed-Entscheidung

Viele Investoren würden angesichts des rasanten Kursanstiegs nun vorsichtig, erläuterte IG-Marktstratege Chris Weston. Sie dürften sich vorerst zurückhalten und auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch warten. Im Tagesverlauf richten sich die Blicke zunächst aber auf Konjunkturdaten aus den USA. So stehen der Einzelhandelsumsatz, Erzeugerpreise sowie der Empire State Index auf der Agenda.

Der Zustand der US-Konjunktur spielt auch für die Entscheidung der US-Notenbank Fed eine wichtige Rolle, insbesondere nachdem zahlreiche US-Konjunkturdaten zu Beginn des Jahres schwach ausgefallen waren. “Echte Preisrisiken, die die Fed von der Beibehaltung eines geldpolitischen Kurses abhalten sollten, der auf weitere Leitzinserhöhungen ausgerichtet ist, lassen sich derzeit aber nicht erkennen”, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Morgen. Es wird am Markt derzeit aber nicht damit gerechnet, dass die Währungshüter der USA die Leitzinsen bereits dieses Mal weiter anheben.

Großanleger klagen gegen Autobauer

Unter den Einzelwerten rücken einmal mehr Volkswagen-Aktien wegen des Abgasskandals in den Mittelpunkt. 278 institutionelle Großanleger – darunter der größte US-Pensionsfonds Calpers und die Sparkassen-Fondstochter Deka – haben den Wolfsburger Autobauer auf Schadensatz in Höhe von 3,255 Milliarden Euro verklagt. Ein Händler sagte am Morgen, die Nachricht sei grundsätzlich nicht gut, wenngleich eine solche Klage durchaus zu erwarten gewesen sei.

Zudem beschäftigen zahlreiche Bilanzen die Anleger: So legt die Deutsche Börse ihren Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vor. Die Aktie des Autovermieters Sixt schoss vorbörslich nach Bekanntgabe eines Aktienrückkaufs und einer Rekordividende nach oben. Auch der Maschinenbauer und Autozulieferer Schaeffler präsentierte seine Resultate für 2015.

OnVista/dpa-AFX/Reuters
Foto: Deutsche Börse

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