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DAX pfui, GOLD hui - und der EURO?

BNP Paribas
 
 
 

DAX pfui, Gold hui – und der Euro?

Falls ein DAX-Investor zwischen den Jahren eingeschlafen war, gestern ist er mit Sicherheit wieder aufgewacht. Denn die Rally wurde mal so richtig gebremst, der DAX im Handelsverlauf während des Tages um mehr als 200 Punkte abwärts gereicht. Schlechte Daten aus China aber auch schlicht Gewinnmitnahmen waren der Grund. Dafür kann Gold nach gelungener Bodenübung bei rund 1.200 Dollar wieder nach oben drehen, hat sich der Preis stabilisiert. Das gleiche gilt bei Silber, wo man die Marke von 20 Dollar zurück erobern konnte, auch charttechnisch nicht alles verloren ist. Besonders interessant ist aber auch der Währungsmarkt. Denn Sorgenkinder wie Spanien oder Portugal melden sich mit guten Nachrichten zurück, selbst Griechenland will keine weiteren Hilfen mehr. Doch der größte Anleiheninvestor der Welt widerspricht. Pimco rechnet mit weiteren Finanzhilfen für Griechenland wie die SZ in ihrer Freitagsausgabe meldet. Man glaubt nicht, dass Griechenland 2014 schon frisches Geld vom Kapitalmarkt erhalten werde. So ist der Aufwärtstrend des Euro Richtung 1,40 Dollar nun gestoppt. Was spricht aber für oder gegen den Euro?

Grundsätzlich macht der Euro eine gute Figur. Seit Jahresanfang 2013 hat er gegenüber dem Dollar um 3,5 Prozent zugelegt, gegenüber dem Yen um 19,4 Prozent und gegenüber dem australischen Dollar um 17,7 Prozent. Die Euro-Stärke dürfte für viele Investoren überraschend kommen. Denn während die US-Notenbank allmählich vom Gas geht, dürfte laut Experten die EZB ihre Geldpolitik eher weiter lockern um zu verhindern, dass die Euro-Zone in die Deflation abrutscht. Daher müsste der Dollar eigentlich steigen. Zumal die US-Konjunkturdaten zuletzt positiv überrascht haben.

So war die Arbeitslosenquote im November mit sieben Prozent auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2009 gesunken. Hingegen stottert der Konjunkturmotor in Europa noch. So war die Industrieproduktion in der Euro-Zone um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Umso mehr freute es Investoren, dass weiche Konjunkturindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone zuletzt gestiegen sind. Verantwortlich für einen festen Euro könnte sein, dass ausländische Investoren zunehmend Geld in europäische Aktien investieren, sind sie doch deutlich niedriger bewertet als US-Aktien, die am Allzeithoch stehen. Während das 2014er-KGV des Euro Stoxx 50 bei 12,5 liegt, liegt die Bewertung des S&P 500 bei 15. Dieses Argument führen Experten häufig ins Feld.

Auf die ganz kurze Frist werden Investoren wohl ab Montag wieder auf die großen Konjunkturdaten blicken. Am heutigen Freitag ist es an der Konjunkturfront ruhig. Investoren werden sich allerdings die Daten zur Geldmenge in der Euro-Zone anschauen, die um 10 Uhr veröffentlicht werden. Im Oktober war die breiter gefasste Geldmenge M3 um lediglich 1,4 Prozent gestiegen. Bei einem so geringen Geldmengenwachstum kann eine kreditabhängige Wirtschaft aber kaum in Schwung kommen. Für November gehen Analysten von einem Anstieg um 1,5 Prozent aus. Von großer Bedeutung ist zudem die Kreditvergabe an den privaten Sektor. Im Oktober war sie um 2,1 Prozent gesunken. Wegen des schwachen Konjunkturumfelds gehen vor allem die Kredite an Unternehmen zurück. Laut Schätzungen sollen die Kreditvergabe an den privaten Sektor im November um zwei Prozent gesunken sein.

Um 11 Uhr folgen die Inflationsdaten aus der Euro-Zone. Im November waren die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent gestiegen. Für Dezember gehen Analysten ebenfalls von 0,9 Prozent aus. Sollte die Inflation in der Region weiter zurückgehen könnte die EZB die Geldpolitik noch weiter lockern.

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