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Dax überspringt 9500 Punkte - Börsianer warnen aber vor Rückschlag

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Quer durch Europa sind die Aktienkurse auf einen Erholungskurs eingeschwenkt. Doch der Handel ist weiter von großer Unsicherheit geprägt.

Dax überspringt 9500 Punkte - Börsianer warnen aber vor Rückschlag

Nach dem massiven Kurseinbruch infolge des Brexit-Votums haben die europäischen Börsen am Dienstag einen Erholungsversuch gestartet. Am deutschen Aktienmarkt legte der Dax deutlich zu und übersprang am Nachmittag mit einem Plus von rund 3 Prozent deutlich die Marke von 9500 Punkten. An den beiden vorangegangenen Handelstagen hatte er wegen der britischen Entscheidung für einen Abschied aus der Europäischen Union fast 10 Prozent beziehungsweise 1000 Punkte eingebüßt. Er fiel damit auf den tiefsten Stand seit Februar.

Aufwärts ging es am Dienstag auch am Londoner Aktienmarkt. Anleger nutzten die zuletzt enormen Kursverluste wieder zum Einstieg. Der FTSE 100-Index notierte zuletzt mit rund 2,5 Prozent im Plus bei gut 6130 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex noch unter 6000 Punkten geschlossen.

Am Markt für deutsche Staatsanleihen hat am Dienstag nach dem Höhenflug der vergangenen Tagen eine Gegenbewegung eingesetzt. Der für den Markt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,22 Prozent auf 166,33 Punkte. Die durchschnittliche Verzinsung deutscher Bundesanleihen ist zugleich gestiegen. Wie die Bundesbank mitteilte, kletterte die
Umlaufrendite von minus 0,23 Prozent am Vortag auf aktuell minus 0,21
Prozent. Der Markt habe sich nach den ersten Turbulenzen infolge der Brexit-Abstimmung etwas beruhigt, sagten Händler.

“Das ist alles aber nur eine Momentaufnahme”, warnte ein Börsianer. “Der Brexit ist noch zu frisch.” Am vergangenen Donnerstag hatten die Briten für den Ausstieg ihres Landes aus der EU gestimmt. Da die Folgen dieser Entscheidung noch nicht abschätzbar seien, bleibe die Verunsicherung groß, fügte der Aktienhändler hinzu. Er rechne daher in den kommenden Tagen mit einem Rutsch des Dax unter die 9000er Marke.

Unsichheit bestimmt das Geschehen

Auch das Pfund habe seine Talsohle noch nicht erreicht, warnte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. “Investoren brauchen Klarheit darüber, wo das Vereinigte Königreich in zwei und mehr Jahren steht. Solange die fehlt, wird das Pfund weiter abgestraft. Grundsätzlich gilt: Keine Neuigkeiten sind schlechte Neuigkeiten für das Pfund.”

Die Debatte um die Folgen des Brexit ist derweil in vollem Gang. An diesem Dienstag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel, um die Angelegenheit zu beraten. “Das Schlagzeilenrisiko bleibt hoch, und die Finanzmärkte sind von Unsicherheit geprägt – ein Zustand, der sich noch über Tage und Wochen hinziehen kann”, hieß es von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Neuigkeiten wie ein offizielles Austrittsgesuch der Briten seien vom heute beginnenden Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs kaum zu erwarten, betonten die Analysten der Essener National Bank. “Inzwischen kann man sich nämlich des Eindrucks nicht erwehren, dass die britische Politik völlig unvorbereitet ob des Ausgangs des Referendums ist, so dass das Herauszögern der Austrittsverhandlungen nicht nur reine Taktik ist.”

EU-Gipfel ohne Großbritannien

Nach dem Brexit-Votum fordert das EU-Parlament schnelle Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Die Abgeordneten verabschiedeten am Dienstag in Brüssel bei einer Sondersitzung eine entsprechende Resolution. "Wir erwarten zügige Verhandlungen", sagte der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber. "Für beide Seiten ist eine lange Phase der Unsicherheit Gift."

EU-Ratschef Donald Tusk will indes für September ein weiteres "informelles Treffen" der Staats- und Regierungschefs zur Zukunft der EU einberufen - und zwar wieder ohne Großbritannien. Er wolle dies am Mittwoch vorschlagen, wenn sich die Spitzenvertreter der 27 anderen EU-Staaten ohne Großbritannien treffen.

OnVista/dpa-AFX/Reuters Foto: Deutsche Börse

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