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DAX: Warten auf die Notenbank

Boerse-Daily.de

Die leblos wirkende Rallye des DAX setzt sich fort. Wie lange geht das noch gut? Zumindest wohl bis zur heute am Abend anstehenden Entscheidung der US-Notenbank. Vielleicht auch bis zu den Mid-Term Elections in den USA am kommenden Dienstag. Aber dann kommt es zum Schwur.

Das heute Abend um 19 Uhr anstehende Statement der US-Notenbank (die Zeitumstellung steht in den USA erst an diesem Wochenende an) treibt die Kurse auch in Europa. Zwar würde eine Verschiebung der Leitzinserhöhung wenn überhaupt, dann nur einen Effekt auf die US-Wirtschaft haben. Aber wenn dort die Indizes haussieren, versucht man, das hierzulande nachzumachen. Wenngleich auf einem relativ deutlich tieferen Niveau. Dass die „Fed" heute nur aussagen dürfte, was einige Mitglieder der Notenbank schon Mitte Oktober sagten um die Aktienmärkte zu beruhigen, ist indes ein Aspekt, der vorsichtig stimmen sollte. Denn wird man zweimal auf die selbe Plattitüde hin wie entfesselt eindecken bzw. Long gehen, die ohnehin nur besagt, dass die Schwäche der Eurozone sich womöglich auf die US-Wirtschaft auswirke und dies wiederum womöglich den Termin der Leitzinserhöhung nach hinten schieben könnte? Nach einer derartigen Rallye?

Logisch wäre das nicht. Aber momentan agiert kaum jemand logisch. Und da die Kurse rein von der Statistik her nach Notenbankstatements meist steigen, wird man es wohl auch diesmal versuchen. Zumal dann am Dienstag kommender Woche noch die Mid-Term Elections, die Zwischenwahlen in den USA, anstehen. Nennenswert fallende Kurse vor diesem Termin wären unerwünscht. Danach indes wäre es wiederum egal. Aber nicht nur diese Überlegungen mahnen zur Vorsicht. Denn weiterhin ist der Anstieg des DAX auffällig blutleer. Im Zuge des Futures-Handels vor 9 Uhr und dann in den ersten 15 Minuten des regulären Handels ab 9 Uhr gab es Käufe. Danach, wie schon gestern, nichts mehr. Keinerlei Bewegung, geringe Umsätze. Keine Anschlusskäufe. Und das, obwohl diese vorbörslichen Käufe wieder einmal für eine Kurslücke nach oben gesorgt haben, die dazu führte, dass der DAX gleich deutlich über der am Dienstag nur angelaufenen Widerstandslinie bei 9.071 eröffnete (Zwischentief Februar) und im Tageshoch fast das Zwischentief vom April (9.166 Punkte) erreicht hat.

Das ist ein müdes Hochziehen der Kurse ... kurze, überfallartige Kaufwellen, keine Anschlusskäufe. Das wirkt instabil, provisorisch, künstlich. Daher gilt, hervorzuheben: Wir hatten schon in den vergangenen Tagen betont, dass wir nur dann im Fall eines Ausbruchs aus der kurzfristigen Handelsspanne zwischen grob 8.800 und 9.070 Punkten auf Schlusskursbasis eine neue Position in Ausbruchsrichtung etablieren würden, wenn die Gemengelage insgesamt zu passen scheint. Für den Moment wirkt dieser Kursanstieg zu leblos, um ihm bereits über den Weg trauen zu können. Das kann sich im weiteren Verlauf des Tages und Abends ändern, aber das gilt es, in der Frühausgabe morgen um 8 Uhr erst einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

DAX (Tageschart in Punkten):

Widerstände: 9.166 / 9.367 / 9.425 / 9.516 / 9.600 / 9.810 / 10.051  Unterstützungen: 9.071 / 8.984 / 8.949 / 8.903 / 8.558 / 8.489 / 8.355 / 8.096

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