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Die Angst der Anleger vor dem Exit

Die Börsen zittern sich seit Wochen durch die Handelstage. So auch heute. Schon im Vorfeld neuer Konjunkturzahlen aus den USA gingen die Anleger in Deckung. Der Dax sackte schon zum Start ins Minus ab und konnte sich von diesem bis zum Schluss nicht befreien. Am Ende schloss der Leitindex rund 1,2 Prozent niedriger auf 8.196 Punkte. Die zweite Reihe verlor ebenfalls. Der MDax gab 1,5 Prozent nach auf 13.791 Punkte und der TecDax lag 0,8 Prozent im Minus auf 951 Zähler.

Angst jagen den Anleger derzeit die USA ein. Kaum ein Investor ist sich wirklich sicher wie lange das umfangreiche Fed-Engagement noch dauern wird beziehungsweise wann der Zeitpunkt kommt, ab dem die Notenbank ihre Unterstützung zurückfährt. Sicher ist nur, dass sie es tun wird und zwar dann, wenn nachhaltige Verbesserungen in der heimischen Wirtschaft insbesondere auf dem Arbeitsmarkt verzeichnet werden.

Deswegen hoffen Aktionäre seit Wochen auf schwache Wirtschaftsdaten. Es mag paradox klingen aber das derzeitige Börsengeschehen folgt genau diesem Duktus. Schuld daran sind unter anderem die Notenbanken selbst, die mit ihren laxen Geldpolitik für eine zunehmende Entkopplung der Börsen von der Realwirtschaft gesorgt haben.

In den Reihen der Fed werden nun auch Stimmen lauter, die eine baldige Beendigung der Anleihekäufe der Notenbank fordern. So sagte die Präsidentin der Fed von Kansas, Esther George, am Dienstag laut Redetext, dass das Tempo bei den Staatsanleihekäufen gedrosselt werden solle. "Ein langsameres Tempo bei den Ankäufen bedeutet, dass man weniger Gas gibt, nicht, dass man auf die Bremse tritt.

George befürchtet, dass gefährliche Blasen auftreten, wenn die Fed zu lange an ihren massiven Konjunkturstützen festhält. Es bestehe die Gefahr von Instabilität im Finanzsystem und Inflationsdruck in der Zukunft. Am Markt werde die ultralockere Geldpolitik inzwischen als "konventionell" bewertet, sagte sie. Die Verantwortlichen dürften sich nicht von den Märkten die Richtung vorgeben lassen. Richard Fisher, Fed-Präsident von Dallas, fügte provokant hinzu: "Menschenskinder, wir können nicht in der Furcht leben, dass der Markt unglücklich sein wird, weil wir ihm nicht das Geld-Kokain geben."

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