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Dow Jones: Weg Richtung 30.000 frei?

DEUTSCHE BANK

Der Dow Jones Industrial Average hat die 20.000er-Punkte-Marke geknackt. Heißt dies nun, dass der Weg Richtung 30.000 Zähler frei ist? Wohl nicht ganz. Vor allem, da längst nicht alle Unsicherheiten aus der Welt sind.

Mehrere Male scheiterte der Dow Jones Industrial Average knapp an der Marke von 20.000 Indexpunkten. Am Mittwoch, den 25. Januar war es endlich so weit. Das Barometer knackte unter großem Anlegerjubel die psychologisch wichtige Marke. Noch interessanter als das Überschreiten der 20.000er-Punkte-Marke dürfte die Geschwindigkeit gewesen sein, mit der dieser Meilenstein erreicht wurde. Der Dow brauchte laut Reuters-Berechnungen gerade einmal 64 Tage (42 Handelstage), um von 19.000 auf 20.000 Zähler zu sprinten. Nur einmal wurden 1.000 Punkte schneller überwunden. Zwischen 29. März und 3. Mai 1999 (35 Tage; 24 Handelstage) ging es von 10.000 auf 11.000 Zähler.

Die positive Entwicklung im Dow Jones ist unter anderem auf die so genannte Trump-Rallye zurückzuführen. Anders als vor den US-Präsidentschaftswahlen am 8. November 2016 befürchtet, hat der Wahlsieg des Immobilienmoguls Donald Trump die Börsen beflügelt. Besonders stark profitierten Finanzwerte. Die Erholung der US-Banken wurde auch zu Beginn der Berichtssaison zum vierten Quartal 2016 sichtbar. Goldman Sachs, JPMorgan Chase oder Bank of America profitierten von der Aktienmarktrallye, einer Erholung im Anleihenhandel und der Aussicht auf höhere Zinsen. Für letzteres war aber auch die US-Notenbank Fed verantwortlich. Schließlich hat sie Mitte Dezember die Leitzinsen angehoben und für 2017 weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt.

Nach dem Sprung über die 20.000er-Marke fragen sich Investoren, wie schnell weitere Meilensteine (21.000, 25.000 oder sogar 30.000 Zähler) erreicht werden. Trotz der jüngsten Euphorie am Markt gilt es jedoch Vorsicht walten zu lassen. In der Vergangenheit kam es einige Male vor, dass auf steile Kursanstiege des Dow Jones Industrial Average deutliche Kursverluste, bis hin zu ausgewachsenen Crashs folgten. Wir erinnern uns nur an die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende oder an die jüngste Finanzkrise. Es bleibt abzuwarten, ob uns dieses Mal solche Szenarien erspart bleiben.

Unsicher bleibt es auch, ob Donald Trump die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllen kann. Die so genannte Trump-Rallye stützt sich zum Teil auf einige geplante Maßnahmen der neuen US-Regierung. Dazu zählen Infrastrukturinvestitionen, Steuererleichterungen für Unternehmen und weniger scharfe Regulierungsvorschriften. Sollten diese Maßnahmen nicht wie erhofft umgesetzt werden können, ist das Enttäuschungspotenzial groß. Zumal sich Investoren fragen, welche Auswirkungen die immer wieder auftauchenden Androhungen von Strafzöllen und das Aufkündigen oder Neuverhandeln von Freihandelsabkommen auf die US-Wirtschaft und die Wall Street haben werden. Auch wenn sich niemand Handelskriege wünscht, wurden sie in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt diskutiert. Solche Auseinandersetzungen dürften kein ideales Börsenumfeld bieten.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen im Dow Jones Industrial Average erwarten, könnten mit einem Wave XXL Call der Deutschen Bank (WKN DL8EGS) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 6,80; die Knock-Out-Schwelle bei 17.250,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL Put der Deutschen Bank (WKN DM0KPL, aktueller Hebel 6,17; Knock-Out-Schwelle bei 22.570,00 Punkten) auf fallende Dow-Notierungen setzen.

Stand: 31.01.2017

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