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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.10.2015 - 17.00 Uhr

dpa-AFX

Solide US-Daten geben Zinserwartungen wieder etwas Auftrieb

FRANKFURT - Gute Arbeitsmarktdaten und ein zumindest stabiles Preisniveau haben den Erwartungen einer baldigen Zinswende in den USA wieder etwas Auftrieb gegeben. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist nach Daten vom Donnerstag im Vierwochenschnitt auf den niedrigsten Stand seit über 40 Jahren gefallen. Zudem ist eine von Ökonomen erwartete negative Teuerungsrate ausgeblieben, das Preisniveau blieb unverändert. Der Dollar legte daraufhin zu, der Euro wurde im Gegenzug geschwächt.

USA: Philly-Fed-Index hellt sich weniger als erwartet auf

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Oktober weniger als erwartet aufgehellt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) sei um 1,5 Punkte auf minus 4,5 Punkte gestiegen, teilte die Zentralbank am Donnerstag mit. Der Stimmungsindikator liegt damit weiter unter der Expansionsschwelle von null Punkten.

Söder: Bayern kann Flüchtlingskrise vorerst schultern

MÜNCHEN - Der Staatsregierung droht trotz stark steigender Ausgaben für Flüchtlinge vorerst kein Geldmangel. "Bayern kann die enorme Herausforderung schultern, weil wir starke Schultern haben", sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Donnerstag im Landtag. Bayern sei das einzige Bundesland, dem das gelinge. Auf Dauer könne die Entwicklung aber nicht so weitergehen. "Wenn die Zahl (der Flüchtlinge) sich so weiterentwickelt, werden wir nicht nur ein politisches, sondern auch ein finanzielles Problem haben", sagte Söder bei der Einbringung des Nachtragshaushalts für das kommende Jahr.

Stagnierende Preise in den USA - Inflation fällt auf Nulllinie

WASHINGTON - In den USA hat das allgemeine Preisniveau stagniert. Im September seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich unverändert geblieben, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Experten hatten sogar mit einem leichten Preisrückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Im August hatte die Inflationsrate noch mit 0,2 Prozent etwas über der Nulllinie gelegen. Seit Jahresbeginn liegt die Inflation in den USA in der Nähe der Nullmarke.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen weiter

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von bereits niedrigem Niveau aus weiter gefallen. Die Zahl ging in der vergangenen Woche um 7000 auf 255 000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg gerechnet.

USA: Industriestimmung erholt sich im Raum New York weniger als erwartet

NEW YORK - Die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York hat sich weniger erholt als erwartet. Der Empire-State-Index stieg im Oktober von minus 14,67 Punkten im Vormonat auf minus 11,36 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten dagegen im Mittel mit einem Anstieg auf minus 8,0 Punkte gerechnet.

Spaniens Wirtschaftsminister will Regierung nach Wahlen verlassen

MADRID - Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos will auch im Falle eines Siegs der Konservativen bei den Parlamentswahlen am 20. Dezember der neuen Regierung nicht mehr angehören. "Niemand ist unverzichtbar", sagte der Minister am Donnerstag dem Radiosender Cadena Cope. "Es ist mein klarer Wille, die Regierung nach den Wahlen zu verlassen." Daran ändere sich auch nichts, wenn Ministerpräsident Mariano Rajoy ihn darum bäte, im Amt zu bleiben.

Schuldenfinanzierung in China überraschend stark gewachsen

FRANKFURT - Chinesische Unternehmen und Privatpersonen sind so stark verschuldet wie seit Juni nicht mehr. Das gesamte inländische Finanzierungsvolumen ("total social financing") sei im September auf 1,3 Billionen Yuan (circa 179 Milliarden Euro) angewachsen, teilte die chinesische Zentralbank am Donnerstag in Peking mit. Das sind knapp 220 Milliarden Yuan mehr als im August. Ökonomen hatten mit einem nicht einmal halb so großen Zu98 wachs gerechnet.

'Hurun-Report': China erstmals Land mit den meisten Milliardären

PEKING - In China leben erstmals mehr Milliardäre als in jedem anderem Land der Welt. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten "Hurun-Report" hervor, einer Reichen-Liste, die jährlich in China herausgegeben wird. Demnach hat sich die Anzahl der chinesischen Milliardäre in diesem Jahr um 242 auf 596 beinahe verdoppelt. Damit zieht China an den USA vorbei. Dort lebten bislang laut dem Shanghaier "Hurun"-Magazin mit 537 Milliardären die weltweit meisten Superreichen.

EZB-Rat Nowotny besorgt wegen zu geringer Inflation in Eurozone

WARSCHAU - Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Ewald Nowotny, hat sich erneut besorgt wegen der schwachen Preisentwicklung in der Eurozone gezeigt. Die EZB werde das anvisierte Inflationsziel "klar verfehlen", sagte der Chef der Notenbank von Österreich am Donnerstag laut Redetext in Warschau.

Haushaltsausschuss billigt mehr Geld für Kampf gegen Fluchtursachen

BERLIN - Das Entwicklungsministerium kann deutlich mehr Geld zur Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern ausgeben. Dazu werden im Etat von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) 370 Millionen Euro haushaltsneutral umgeschichtet - zugunsten der Krisenbewältigung, des Wiederaufbaus sowie für die Bekämpfung von Fluchtursachen. Dies teilten der Haushaltsexperte der Unions-Fraktion, Eckhardt Rehberg, und der zuständige Berichterstatter Volkmar Klein am Donnerstag in Berlin mit. Ziel sei es, kurzfristig die Lebensbedingungen für Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern in der Türkei, im Libanon und in Jordanien zu verbessern.

Tsipras' neue Kraftprobe im Parlament am Freitag

ATHEN - Neue Steuern, Erhöhung des Rentenalters und härtere Strafen für Steuersünder: Das sieht ein Gesetzesbündel vor, welches das griechische Parlament am späten Freitagabend verabschieden soll. Die Billigung des Pakets ist eine der Voraussetzungen für weitere Finanzspritzen seitens der internationalen Gläubiger. Die Koalitionsregierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hat eine knappe Mehrheit von 155 Abgeordneten im Parlament mit 300 Sitzen.

Migration: Sozialexperte erwartet massive Steuererhöhungen

ROSTOCK - Die deutschen Sozialversicherungssysteme sind nach Ansicht des Freiburger Wirtschaftswissenschaftlers Bernd Raffelhüschen in keiner Weise auf die Zuwanderung von mehr als einer Million Menschen vorbereitet. "Die Folge werden massive Steuererhöhungen sein", sagte Raffelhüschen vor der Fachtagung "Steuern - Recht - Wirtschaft" der Steuerberaterkammer MV am Donnerstag in Rostock. Schon heute gebe es in Deutschland Hunderttausende unqualifizierte Arbeitslose. "Es kommen jetzt bis zu 1,5 Millionen Menschen dazu, von denen etwa 70 Prozent ebenfalls unqualifiziert sind", sagte Raffelhüschen der Deutschen Presse-Agentur.

Japan schaltet zweiten Reaktor wieder an

KAGOSHIMA - Japan fährt einen weiteren Atomreaktor hoch. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power schaltete am Donnerstag den Block 2 des Atomkraftwerks Sendai wieder ein. Im August war bereits der erste der beiden Blöcke im Südwesten des Inselreiches hochgefahren worden. Als Konsequenz aus der Katastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 hatten rund zwei Jahren lang alle 48 Reaktoren in Japan still gestanden. Das AKW Sendai war das erste, das im September 2014 die nach der Fukushima-Katastrophe eingeführten neuen Sicherheitsauflagen erfüllt hatte. Die Regierung nennt die Auflagen die "strengsten der Welt". Eine Mehrheit der Japaner lehnt eine Rückkehr der Nummer Drei der Weltwirtschaft zur Atomkraft jedoch ab./rob/jsl

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