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E.ON: Wird der Mut belohnt?

DEUTSCHE BANK

Deutschlands größter Energieversorger E.ON hat jüngst mit seiner neuen Strategie für einen Paukenschlag gesorgt und gleichzeitig Hoffnungen bei Anlegern geweckt, dass es nun endlich aufwärts gehen könnte, nachdem der deutsche Atomausstieg und die Verbreitung Erneuerbarer Energien die Geschäfte beim DAX-Unternehmen in den vergangenen Jahren einbrechen ließen. Allerdings birgt der radikale Schritt, bei dem sich die Düsseldorfer von ihrem Atom-, Kohle- und Gas-Geschäft verabschieden sowie auf Ökostrom setzen, auch enorme Risiken.

Laut Unternehmensangaben vom 30. November sollen nicht nur die konventionelle Energieerzeugung, sondern auch die Geschäftsfelder globaler Energiehandel sowie Exploration & Produktion abgespalten und mehrheitlich an die Aktionäre gehen. Damit bleiben noch die Erneuerbaren Energien, Energienetze und Kundenlösungen übrig. Als Begründung für den Schritt führte Konzernchef Johannes Teyssen an, dass das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden würde und die drastischen Veränderungen der globalen Energiemärkte, technische Innovationen und wachsende, individuellere Kundenerwartungen einen mutigen Neuanfang notwendig machten.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich die beiden getrennten Unternehmen aufgrund der Tatsache, dass sie nun wesentlich kleiner daherkommen werden, erfolgreich am Markt halten können. Einerseits stellt sich die Frage, wer in ein Unternehmen investieren möchte, das als eine Art „Bad Bank“ fungiert und alle Risiken vom Rückbau von Atomkraftwerken, über die Atommülllagerung, bis hin zu den Herausforderungen, die sich aus den Russland-Sanktionen oder dem schwachen Rubel ergeben schultert. Auf der anderen Seite ist es längst nicht ausgemacht, dass sich E.ON im Bereich der Erneuerbaren Energien so einfach durchsetzt. Immerhin haben die Düsseldorfer schon in den vergangenen Jahren milliardenschwere Investitionen in Ökostrom getätigt, nur um dann feststellen zu müssen, dass die Erzeugung aus Erneuerbaren Energien immer noch einen kleinen Teil des Geschäfts ausmacht.

Zudem werden weitere enorme Investitionen fällig, um den geplanten Kraftakt stemmen zu können. Aus diesem Grund könnte die Dividendenpolitik weiter in Gefahr sein, nachdem die Ausschüttung in den Jahren 2014 und 2015 bei 0,50 Euro je Aktie liegen soll. Für 2013 hatte man noch 0,60 Euro ausgeschüttet. Gleichzeitig bieten sich aber auch enorme Möglichkeiten. Auch wenn die Atom- oder Kohlekraftwerke weltweit weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden, scheint die Richtung zu Ökostrom angesichts des technologischen Fortschritts und eines weltweit steigenden Bewusstseins für saubere Energieerzeugung vorgegeben zu sein. Immerhin konnte zuletzt im Kampf gegen den Klimawandel ein Wendepunkt beobachtet werden, nachdem China laut Angaben der US-Regierung vom 12. November zum ersten Mal einen konkreten Zeitpunkt genannt hat, ab dem die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre CO2-Emissionen nicht mehr steigern oder sogar senken möchte. Angesichts solcher Entwicklungen könnte sich E.ON sogar einen Vorsprung gegenüber anderen traditionellen Energieriesen gesichert haben.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der E.ON-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKNDT4F23) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,21, die Knock-Out-Schwelle bei 10,70 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKNDT4YXQ, aktueller Hebel 3,22; Knock-Out-Schwelle bei 18,30 Euro) auf fallende Kurse der E.ON-Aktie setzen.

Stand: 02.12.2014

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