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E.ON zieht sich aus Pipeline-Projekt TAP zurück

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Der Energiekonzern E.ON hat seine Beteiligung an dem länderübergreifenden Pipeline-Projekt TAP aufgegeben.

Der Versorger habe seine Anteile in Höhe von insgesamt neun Prozent an den belgischen Gasnetzbetreiber Fluxys und dem spanischen Netzbetreiber Enagas verkauft, teilte E.ON am Dienstag mit. Über die Röhre soll nach früheren Angaben des britischen Energieriesen BP ab 2019 Gas aus Aserbaidschan über Griechenland und Albanien nach Süditalien fließen. Mit Hilfe der Trans Adriatic Pipeline (TAP) soll Europa unabhängiger von russischem Erdgas werden. Neben E.ON stieg auch der französische Konzern Total aus dem Projekt aus.

"Der Übergang der Anteile ist Ergebnis der kontinuierlichen Überprüfungen und Anpassungen des E.ON-Portfolios", erklärte der Versorger ohne nähere Erläuterung. Die Düsseldorfer beziehen große Mengen ihres Erdgases aus Russland und Norwegen. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass sie auch nach dem Tap-Ausstieg Gas aus der Region am Kaspischen Meer erhalten könnten. Ein langfristiger Vertrag mit dem Shah-Deniz-Konsortium sei davon unberührt.

Die Partner der TAP hatten sich mit den Konkurrenten der später gescheiterten Nabucco-Pipeline ein Rennen um den Zuschlag für Gas aus der Region um das Kaspische Meer geliefert. Das Shah-Deniz-Konsortium hatte sich im Frühjahr 2013 für die TAP als Versorgungsroute nach Italien entschieden - und gegen Nabucco. An diesem Röhrenprojekt war einige Zeit der E.ON-Konkurrent RWE beteiligt gewesen.

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