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Es wird schwer für die Bullen

Nach einem derart kräftigen Kursrutsch, wie wir ihn seit Monatsbeginn gesehen haben, war es wirklich kein Zeichen bullisher Stärke, dass der DAX am Freitag ausnahmsweise mal ein kleines Stückchen seiner Kursabschläge aufholen konnte. Wie es nun weitergeht, ist im Moment zwar aus ganz kurzfristiger Sicht noch offen ... aber es dürfte schwer werden für die bullishe Seite, in diesem Monat noch allzu viel Land zu sehen.

Denn solange sich insbesondere das Verhältnis zwischen dem Westen und Russland nicht dauerhaft und deutlich verschlechtert, wird dieser Aspekt in den kommenden Tagen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Denn egal, wie die Marktteilnehmer nun heute auf die aktuelle Situation auf der Krim reagieren werden, es ist ein Thema, das schnell zwei ganz anderen Aspekten weichen wird - konkret dem großen Verfalltermin an diesem Freitag und dem Quartalsultimo.

Wir hatten ja zum Monatsende bereits darauf hingewiesen, dass sich neben den schon fast routinemäßigen Richtungswechseln zwischen zwei Verfallterminen die Fälle gehäuft hatten, in denen es auch direkt zur Monatswende zu markanten Richtungswechseln kam. Und wenngleich die Entwicklung in der Ukraine der unmittelbare Auslöser der Abwärtsbewegung des DAX gewesen sein mag, so dürfte es doch kein Zufall sein, dass der Wechsel in der Richtung des aktuellen, kurzfristigen Trends pünktlich zu Beginn des Monats März auftrat. Es müsste jetzt schon ganz Außergewöhnliches passieren, um den DAX über jederzeit mögliche Gegenreaktionen nach oben hinaus noch vor dem Verfalltermin für Futures und Optionen am Freitag beziehungsweise dem danach dann sehr nahen Quartalsultimo deutlich und nachhaltig nach oben zu bewegen.

Denn die großen Akteure an den Terminbörsen ebenso wie die zusätzlich stark auf die Monatsenden fixierten Hedgefonds werden alles tun, damit man ihnen nicht die Butter vom Brot nimmt. Und die ist dann besonders dick, wenn es gelingt, den kurzfristigen Trend, der letzten Endes wieder einmal viele zu Monatsbeginn noch optimistische Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischen wird, in Richtung Verfalltermin beziehungsweise Ultimo zu intensivieren.

Aus charttechnischer Sicht wäre erst dann - zumindest kurzfristig - für die bullishe Seite etwas zu holen, wenn der am Freitag kurzzeitig bereits erreichte Widerstand in Form der Zwischentiefs vom Februar bei 9.071 Punkten deutlich und auf Schlusskursbasis überwunden würde. Gelingt das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Unterstützungszone 8.962/9.000 Punkte in Richtung der 200-Tage-Linie (aktuell bei 8.825 Punkten) fällt, recht hoch. Dementsprechend bleiben laufende Positionen auf der Short-Seite unverändert haltenswert. Man sollte nur darauf achten, den Stoppkurs jetzt enger, konkret auf 9.130 Punkte auf Schlusskursbasis, nachzuziehen.

DAX (Tageschart in Punkten):
Widerstände: 9.071 / 9.367 / 9.425 / 9.485 / 9.531 / 9.701 / 9.794
Unterstützungen: 9.000 / 8.962 / 8.825 / 8.780

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