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EUR/USD Analyse : Verwirrung nach der Wahl

Tagesanalyse: Die ausgebliebene Reduzierung der Notenbankkäufe am US-Anleihemarkt wirkte wie eine Zinssenkung und führte folgerichtig dazu, dass der US-Dollar blitzschnell auf Tauchstation ging. Das führte zu einem Anstieg der Relation Euro/US-Dollar, in welcher ja ausgewiesen wird, wie viel US-Dollar man für einen Euro bezahlen müsste. Das war am vergangenen Mittwoch. Seitdem aber tritt der Kurs auf der Stelle. Und es stellt sich die Frage, ob das nur eine Konsolidierung vor einem erneuten Aufwärtsimpuls an das mittelfristige Kursziel in Form des Kreuzwiderstands aus der oberen Begrenzung des Juli-Aufwärtstrendkanals (1,3696 US-Dollar) und den bisherigen Jahreshochs (1,3711 US-Dollar) ist – oder wir im Gegenteil den Beginn einer Toppbildung sehen. Das problematische in der aktuellen Situation ist, dass nun vor allem der Ausgang des wieder einmal laufenden Streits um die Erhöhung der Schuldenobergrenze für den US-Staatshaushalt und der Koalitionsgespräche in Deutschland entscheiden, wie die Marktteilnehmer den Wert und die Perspektiven des Euro zum Greenback werten werden. Dabei geht es nicht um die Frage, ob diese Schuldenobergrenze angehoben wird. Natürlich wird sie das, aber wie sehr blamiert sich die amerikanische Politik dabei? Wie sehr leidet das Vertrauen in die USA unter diesem Schmierentheater? Und natürlich wird es auch gelingen, in Deutschland in den kommenden Wochen eine Regierung zu bilden. Die Frage ist nur: Wer mit wem - und welche Zugeständnisse müssen dabei gemacht werden? Aus dieser Warte heraus wäre es Unsinn, bereits jetzt vorhersagen zu wollen, ob es gelingen wird, die am 1. Februar 2013 markierten, bisherigen Jahreshochs bei 1,3712 US-Dollar zu erreichen und ggf. sogar zu überwinden oder nicht. Die vernünftigste Vorgehensweise in einer solchen unbestimmten Situation ist das Halten trendkonformer Positionen, ohne diese aber ausgerechnet jetzt noch weiter auszubauen. Dementsprechend empfiehlt sich das Halten bestehender Long-Positionen, wobei es im Augenblick bei dem zuletzt auf 1,3400 US-Dollar angehobenen Stoppkurs auf Schlusskursbasis bleibt. Denn sollte dieses Kursniveau und damit die nächstgelegene Unterstützungszone 1,3412/1,3452 US-Dollar unterschritten werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Währungsrelation die untere Begrenzung des laufenden Aufwärtstrendkanals bei 1,3218 US-Dollar anlaufen würde, sehr hoch. Dennoch sollten nur risikoaffine, flexible Trader bereits Schlusskurse unter 1,3400 mit einem engen Stoppkurs von 1,3480 US-Dollar auf Schlusskursbasis für den Einstieg auf der Short-Seite nutzen. Wer eher mittelfristig und/oder etwas defensiver agiert, sollte abwarten, bis mit Schlusskursen unter 1,3200 auch der Aufwärtstrend insgesamt gebrochen wurde.

Widerstände: 1,3696 / 1,3711

Unterstützungen: 1,3452 / 1,3416 / 1,3338 / 1,3218 / 1,3209 / 1,3170 / 1,2800 / 1,2750

Weitere Informationen zur EUR/USD Analyse erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

ProduktauswahlShorts DE000NG0ED14 und DE000NG0ED55 Longs DE000NG0SUN9 und DE000NG0TUT4

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24.04.2014, 03:29, außerbörslich

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