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EUWAX-Trends am Nachmittag

EUWAX

Euwax Trends vom 21.06.2013

Starker Abgabedruck zieht DAX nach unten

Stagnierender Oracle-Umsatz belastet auch SAP-Aktie

Nach den zuletzt recht deutlichen Kursverlusten zeigte sich der DAX bis zum Mittag leicht erholt. Allerdings wurde das Handelsgeschehen durch den dreifachen Verfallstag an den Terminbörsen geprägt. Am sogenannten Hexensabbat verfallen Index-Futures sowie Optionen auf Indizes und Aktien. Anleger versuchen dabei, die Kurse der Aktien, auf die sie Derivate halten, in die für sie günstige Richtung zu drücken.

Der DAX notierte am Vormittag im Hoch bei 7.987 Punkten mit 0,7 Prozent im Plus. Allerdings kam am Nachmittag ohne neue Nachrichten starker Abgabedruck auf, der das deutsche Börsenbarometer um 1,3 Prozent auf 7.825 Punkte ins Minus zog.

Der Ausblick der US-Notenbank Fed für eine straffere Geldpolitik hatte bereits gestern den Börsenkursen weltweit zugesetzt.

Die Fed will bis zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wirtschaftslage weiter jeden Monat 85 Milliarden US-Dollar für den Ankauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren ausgeben. Der Leitzins wurde wie erwartet auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,00 bis 0,25 Prozent belassen.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte allerdings in der obligatorischen Pressekonferenz zusätzlich erklärt, dass die Notenbank ihren extrem lockeren geldpolitischen Kurs noch in diesem Jahr verlassen und die milliardenschweren Anleihenkäufe bis Mitte 2014 beenden könnte. 14 Notenbanker halten mittlerweile das Jahr 2015 für einen angemessenen Zeitpunkt, um den Leitzins anzuheben. Die Fed erwartet eine deutliche Aufhellung des Arbeitsmarktes. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 7,6 Prozent. Sie werde aber nach Einschätzung der Währungshüter im kommenden Jahr auf 6,5 bis 6,8 Prozent sinken und im Jahr 2015 bei 5,8 bis 6,2 Prozent liegen.

Der Euwax Sentiment Index lag am Nachmittag bei plus fünfzig Punkten. Sofern kurzfristig orientierten Derivateanleger Knock-out-Puts oder Put-Optionsscheine in ihren Depots hielten, wurden diese nun mit Gewinn verkauft. Andere Anleger, die Positionen in Knock-out-Calls und Call-Optionsscheinen hielten, versuchten, die in dieser Phase rasant anfallenden Verluste zu begrenzen. Zahlreiche Stop-loss-Orders kamen zur Ausführung. Nur wenige wagten sich angesichts der starken Dynamik der Abwärtsbewegung jetzt antizyklisch in Calls hinein.

Lange Zeit war heute die Bayer-Aktie mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent auf 82,42 Euro stärkster Gewinner im DAX. Zuvor war das Papier durch die Analysten von Goldman Sachs zum Kauf empfohlen worden. Die Experten hoben außerdem das Kursziel von 82,00 auf 100,00 Euro an. Allerdings gab im Zuge des schwächeren Gesamtmarktes auch die Bayer-Aktie ihre Gewinne ab und notierte am Nachmittag bei 80,28 Euro mit 0,4 Prozent im Minus.

Zu den stärksten Verlierern gehört die Aktie von SAP mit einem Abschlag von 2,9 Prozent auf 54,99 Euro. Der Kurs geriet vor allem durch enttäuschende Quartalszahlen des Konkurrenten Oracle unter Druck. Der drittgrößte Software-Konzern der Welt nach Microsoft und IBM konnte zwar seinen Nettogewinn um zehn Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar steigern, allerdings stagnierte der Umsatz bei 10,9 Milliarden US-Dollar. Die besonders beachteten Einnahmen mit neuer Software und Internet-Diensten legten lediglich um ein Prozent zu, obwohl das Unternehmen im März noch einen Zuwachs von einem bis elf Prozent in Aussicht gestellt hatte. Das Geschäft mit neuer Software ist für Oracle besonders wichtig, da es renditeträchtiger und mit langfristigen Service-Verträgen verbunden ist und damit auch als wichtiger Indikator für die Entwicklung des Unternehmens gilt.

Börse Stuttgart TV

Die Hexen reiten wieder mal über das Börsenparkett. Der dreifache Verfallstermin, der sogenannte Hexensabbat, steht auf dem Programm. Nur viermal im Jahr gibt es dieses Ereignis, immer am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember. Doch was passiert eigentlich an diesen Freitagen an der Börse? Vermögensverwalter Georg Rankers von Rankers Family Office erklärt dies im Interview bei Börse Stuttgart TV.

Quelle: Boerse Stuttgart AG

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