Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

EZB lässt Leitzinsen unverändert

OnVista

Die Europäische Zentralbank dreht nicht erneut an der Zinsschraube. Wie erwartet, bleiben die Leitzinsen auf dem im März beschlossenem Rekordtief.

EZB lässt Leitzinsen unverändert

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach der jüngsten Verschärfung ihres Anti-Krisen-Kurses nicht erneut nachgelegt. Auf seiner heutigen Sitzung beschloss der EZB-Rat, die Zinssätze im Euroraum unverändert zu lassen.

 Beobachter hatten nicht mit einer Änderung der Geldpolitik gerechnet. Denn erst im März hatten die Währungshüter ihren Kurs im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche massiv verschärft: Sie senkten den Leitzins im Euroraum auf null Prozent. Der Strafzins für Geld, das Finanzinstitute über Nacht bei der EZB parken, beträgt weiterhin 0,4 Prozent.

Das vor allem in Deutschland umstrittene milliardenschwere Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren wurde ausgeweitet. Die Notenbank kauft seit April Papiere im Volumen von 80 Milliarden Euro monatlich, zuvor waren es 60 Milliarden Euro. Das Programm läuft bis mindestens März 2017. 

Mit diesem bisher einmaligen Maßnahmenbündel will die EZB die Kreditvergabe im Euroraum ankurbeln und so Konjunktur und Inflation anschieben. EZB-Präsident Mario Draghi hatte betont, die Notenbank habe damit ihr Pulver noch nicht verschossen. Die Tür für weitere Maßnahmen - einschließlich Zinssenkungen - dürfte offen und "Helikoptergeld" ein Thema bleiben, erklärten Experten der Bayerischen Landesbank.

Draghi hatte "Helikoptergeld" - zielgenaue Finanzspritzen an Unternehmen und Verbraucher direkt von der Zentralbank unter Umgehung des normalen Bankensektors - zuletzt auf Nachfrage als "sehr interessantes Konzept" bezeichnet. Im Rat der Notenbank habe man solche Ideen allerdings bisher nicht genauer erörtert.

Bislang kommt das viele billige Zentralbankgeld nicht im gewünschten Maß in der Wirtschaft an. Die Wirtschaft im Euroraum erholt sich nur schleppend, die Inflation ist nach wie vor im Keller. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es bald noch billiger wird. Die EZB strebt daher mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke.

Onvista/dpa-AFX/Reuters

Foto: OnVista

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu DAX Index

  • 10.489,30 EUR
  • -0,03%
02.12.2016, 23:45, BNP Paribas Indikation
Knock-Out Call auf DAX Anzeige
WKNFälligkeitKnock OutHebelGeldBrief
HU5LN5 open end 9.497,9224 9,99910,4810,49
HU7JK0 open end 10.200,0000 20,0004,325,25
HU7NAF open end 10.265,4990 30,0840,330,35
weitere Produkte
Knock-Out Put auf DAX
WKNFälligkeitKnock OutHebelGeldBrief
HU6H2Q 11.540,0000 9,98010,5310,55
HU2G7R open end 10.900,0000 20,0004,835,25
HU7TXY open end 10.691,0481 43,0401,873,60
Allein maßgeblich sind der Basisprospekt und die endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen unter www.onemarkets.de. weitere Produkte

Zugehörige Derivate auf DAX (166.209)

Derivate-Wissen

Sie möchten in den "DAX" investieren?

Indexzertifikate geben Ihnen die Möglichkeit an der Kursentwicklung eines Index teilzuhaben.

Erfahren Sie mehr zu Partizipations-Zertifikaten