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EZB wieder ganz im Krisenmodus

Die Leitzinssenkung der EZB auf 0,25 Prozent hat die Märkte überrascht. Die Frage ist, ob tatsächlich die Angst vor einer Deflation die Hand geführt hat oder ob womöglich die Wandlung der Notenbank zu einem eher angelsächsischen Verständnis von Geldpolitik der Anlass war.

Von Stephan Lorz, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 8.11.2013

Entgegen bisheriger Praxis, eine geldpolitische Entscheidung, die ohnehin nicht sogleich wirkt, auf eine breite Datenbasis zu stützen und nicht auf jeden "Ausrutscher" zu reagieren, scheint sich nun mit EZB-Chef Mario Draghi eher die kurzatmige angelsächsische Spielart von Geldpolitik im Frankfurter Eurotower durchzusetzen. Notenbanken dort reagieren unmittelbar auf realwirtschaftliche Entwicklungen und greifen in das Geschehen direkt ein, weil sie etwa wie die US-Notenbank Federal Reserve dazu auch gesetzlich aufgerufen sind.

Nur so ist es wohl zu verstehen, ...

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