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Frontier Markets attraktiver als Emerging Markets

Fundresearch
Frontier Markets attraktiver als Emerging Markets

Frontier Markets seien derzeit noch attraktiver bewertet als Emerging Markets und böten ein höheres Wachstum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Carlos von Hardenberg von Franklin Templeton Investments. Hinzu komme, dass die Frontier Markets aufgrund ihrer klaren Fokussierung auf die Heimatmärkte deutlich weniger mit den großen Leitindizes korrelieren als die Schwellenländeraktien. „Aufgrund oft fehlender Kreditfinanzierung beschränkt sich das Risiko größtenteils auf das Geschäftsmodell bzw. das politische Risiko“, so von Hardenberg. Vor allem letzteres reduziere sich seit einigen Jahren deutlich. Durch die zunehmende technische Entwicklung sei die Bevölkerung besser informiert als in den 1970er-Jahren, was zu einem größeren Druck der Öffentlichkeit auf die jeweiligen Regierungsvertreter und Parlamente führe. „Das Resultat ist eine wesentliche höhere Transparenz und Rechtstaatlichkeit“, sagt von Hardenberg. Er vergleicht den heutigen Stand der afrikanischen Grenzmärkte mit denen Asiens in den 1960er-Jahren.Eine mangelnde Liquidität der Aktienmärkte will von Hardenberg nicht erkennen: „Die derzeit gut 6.500 börsennotierten Unternehmen weisen einen aktuellen Marktwert von über einer Billion US-Dollar und ein tägliches Handelsvolumen von rund zwei Milliarden US-Dollar aus.“ Das Team von Carlos von Hardenberg finde auf dem afrikanischen Kontinent eine Reihe interessanter und vielversprechender Investmentideen. Für die nächsten fünf Jahre sei von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 10 bis 15 Prozent auszugehen. Wie schon bei den Emerging Markets böten vor allem die großen Rohstoffvorräte, die wachsende Urbanisierung und der damit einhergehende Konsumanstieg lukrative Möglichkeiten.Nigeria habe neben dem Ölreichtum auch einen starken landwirtschaftlichen Sektor. Der dortige Landwirtschaftsminister wolle das Land wieder zur alten Stärke in diesem Bereich zurückführen. Um von diversen Neugründungen in Nigeria zu profitieren, investiere Franklin Templeton in Banken, die wiederum von steigenden Handelsaktivitäten profitierten. „Unter Bewertungsgesichtspunkten weisen Banken derzeit eine Eigenkapital-Rendite von über 20 Prozent bei gleichzeitigem Geschäftswachstum von 16 bis 17 Prozent aus“, sagt von Hardenberg. Zudem werde in Folge der Dieselpreiserhöhungen das Raffineriegeschäft zunehmen, weshalb Franklin Templeton in Firmen investiere, die ihr Pipeline- und Tankstellennetz weiter ausbauen werden. „Eine weitere interessante Aktie ist Nestlé Nigeria“, meint von Hardenberg. Nigeria sei der weltweit größte Maggi-Markt. Dennoch stelle für Nestlé Nigeria derzeit die Tatsache, dass der Verpackungsmarkt der Nachfrage nicht folgen könne, das stärkste Wachstumshindernis dar.Neben Nigeria sind auch Kenia, Äthiopien und Simbabwe interessant für Franklin Templeton. So sei Kenia ein aufstrebender Wirtschaftsstandort mit einem besonders stark wachsenden Binnenkonsum. Äthiopien leide unter seinem schlechten Ruf, doch werde sich in den kommenden Jahren sehr gut entwickeln. Simbabwes Stärke schließlich liege im starken Obst- und Gemüsebau.(PD)powered by

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