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FRweekly-briefing: DAX bleibt angeschlagen

FRweekly-briefing: DAX bleibt angeschlagen

Am Ende der vergangenen Woche stand der Deutsche Aktienindex (DAX) bei 9.716 Punkten. Das war mehr als in der Woche zuvor. Doch die Gewinne der Wochenmitte gab er wieder ab. „Da die Börsen nun in eine, unter kalendarischer Sicht, schwierige Phase starten und die Luft unter Bewertungsgesichtspunkten zunehmend dünner wird, rechnen wir mit einer Fortsetzung der volatilen Seitwärtsbewegung“, schreiben Analysten der LBBW. Dem pflichtet Oliver Roth, Kapitalmarktstratege der Close Brothers Seydler Bank bei: „Es würde enormer Einflüsse bedürfen, die Investoren vor der Sommerpause wieder zurück an den Markt zu bekommen. Denn viele Anleger haben sich schon in die Ferien verabschiedet.“

DekaBank: DAX in sechs Monaten bei 11.000 Punkten

Pluspunkte gibt es allerdings aus fundamentaler Sicht: „Auch wenn sich die volkswirtschaftlichen Daten aus Deutschland zuletzt etwas abschwächten, das deutsche Konjunkturumfeld bleibt in Takt“, schreibt die DekaBank in ihrem aktuellen Monatsausblick. Die Stimmung der Unternehmen bewege sich auf einem hohen Niveau und die EZB sorge für vorteilhafte monetäre Rahmenbedingungen. „Alleine in diesem Jahr sollten die DAX-Gewinne um weitere 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen können.“ Der zuletzt abschwächende Euro werde auf Dauer für Rückenwind sorgen. „Die Bewertung des Aktienmarktes sendet aktuell noch kein Alarmsignal aus“, meinen die Analysten. Daher behalten sie ihr DAX-Ziel von 11.000 Punkten in sechs Monaten bei.

Auch Roth von der Close Brothers Seydler Bank bleibt vorsichtig optimistisch: „Der Trend ist volatil seitwärts geprägt. Die Gewinnmitnahmen der letzten Wochen kommen zum Ende.“ Die erwarteten Konjunkturdaten würden aufzeigen, dass die Dynamik wieder anzieht. „Auch die Unternehmensberichte taugen mehr zu positiven als zu negativen Impulsen, denn zu niedrig liegt die Erwartungslatte“, meint der Kapitalmarktstratege. Er erkennt jedoch auch, dass das gewonnene Terrain zuletzt nicht mehr verteidigt werden konnte: „Eine kurze Gegenbewegung konnte verhindern, dass die Stimmung einbrach“, sagt Roth zwar. „Dennoch, bis auf 8.400 Punkte könnte der DAX noch fallen.“ Erst nach der Korrektur könne wieder beruhigt investiert werden. Die Kursspanne des DAX liegt für Roth zwischen 9.410 und 9.850 Punkten.

Charttechniker: Kurzfristig 9.410 Punkte möglich

Die Charttechniker sind derzeit allerdings alles andere als glücklich: „Das technische Bild des DAX bleibt angeschlagen“, sagt Christian Schmidt, technischer Analyst der Helaba. „Auf der Unterseite muss die wichtige Unterstützung bei 9.592 Zählern im Auge behalten werden.“ Armin Kremser, Charttechniker der DZ Bank, sieht einen neuen tertiären Abwärtskanal, der sich nach dem Herausfallen aus der sechs Wochen intakten Seitwärtshandelsspanne etabliert habe. Dieser Kanal sei stabil und vom Verlauf her als recht dynamisch zu bezeichnen. „Von einer positiven Trendumkehr bzw. einem verlässlichen Boden in der Index daher weit entfernt.“ Kurzfristige Erholungsphasen seien zwar immer möglich. Anleger sollten ihren Fokus aber auf den abwärts verlaufenden Haupttrend legen: „Kann die charttechnische Unterstützung um rund 9.600 Punkte in den kommenden Tagen nicht mehr nachhaltig verteidigt werden, sollte ein weiteres Abrutschen bis zur 200-Tage-Linie bei aktuell 9.410 Punkten nicht überraschen.“

(PD)

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