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FRweekly-briefing: DAX droht Sommerflaute

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FRweekly-briefing: DAX droht Sommerflaute

Der Deutsche Aktienindex (DAX) kommt aus seiner Seitwärtsbewegung einfach nicht heraus. Es geht auf und ab - mit der leichten Tendenz nach unten. In der vergangenen Handelswoche schaffte es das Leitbarometer dank einer starken ersten Wochenhälfte, an der Marke von 11.900 Zählern zu kratzen. Die rasante Rallye der vergangenen Monate ist aber vorerst gestoppt. Und dies hängt auch mit einem wiedererstarkten Euro zusammen. Die Gemeinschaftswährung legt seit Mitte April zu. Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild, führt diese Erholung größtenteils auf technische Aspekte zurück - eine Verschnaufpause für die Märkte. „Die Euro-Stärke wird nicht dauerhaft sein, daher bleibe ich bullish für den US-Dollar.“

DekaBank: DAX erst 10.800, dann 12.000 Punkte

Vorerst ist aber nicht mehr viel drin beim DAX. Laut Commerzbank befindet sich der Index bis Oktober in einer saisonal schwächeren Phase. „Allerdings sprechen das starke Wachstum der Geldmenge M1 im Euroraum und den USA, die verbesserten Aussichten für die DAX-Gewinne und die mittlerweile wieder pessimistischere Stimmung der Anleger eher für einen Seitwärtstrend als für einen weiteren Kurseinbruch“, meint Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp. Ähnlicher Ansicht sind die Analysten der DekaBank: Die Konsolidierungsbewegung werde zunächst eine Fortsetzung finden, bevor es in der zweiten Jahreshälfte weiter nach oben gehen kann. Das Dreimonatsziel für den DAX haben die Analysten auf nur noch 10.800 Punkte gesenkt. „Die Berichtssaison über das abgelaufene erste Quartal zeigt ein erfreuliches Bild der Umsatz- und Gewinnentwicklung“, bleiben sie insgesamt jedoch optimistisch. Da der Markt fundamental unterstützt bleibe und die aktuelle Korrektur die Bewertungen ein ganzes Stück habe zurückkommen lassen, haben die Deka-Analysten ihr Sechsmonatsziel beim DAX auf 12.000 Zähler angehoben.

Commerzbank: Testet der DAX die Marke von 10.000 Zählern?

Bei den Charttechnikern dominiert die Zuversicht: „Der langfristig übergeordnete Aufwärtstrend des DAX ist unverändert intakt“, sagt Commerzbanker Christoph Geyer. „Auch der kürzerfristige Aufwärtstrend, der seit Herbst 2014 besteht, konnte zuletzt gehalten werden.“ Dennoch sei die nachlassende Aufwärtsdynamik deutlich sichtbar. Der MACD-indikator habe bereits ein Verkaufssignal generiert. „Damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines Trendbruchs“, so Geyer, der einen Test der Unterstützungslinie bei 10.000 Punkten nicht ausschließt. „Aktuell ist der Rückgang allerdings noch als Konsolidierung im Aufwärtstrend zu betrachten.“

Für Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC Trinkaus, ist der DAX bereits seit Mitte April auf Konsolidierungskurs: „Die letzten beiden Wochenkerzen zeigen jeweils markante Lunten auf.“ Die jüngste Kerze sei dabei sogar innerhalb der Handelsspanne der Vorperiode geblieben. „Bei einem Spurt über 11.702 Punkte entsteht in doppelter Hinsicht ein neues Einstiegssignal, zumal zuvor der steile Hausse-Trend seit Mitte Oktober 2014 fast punktgenau bestätigt wurde.“ Der Sprung über diese Marke ist in der vergangenen Handelswoche gelungen. Dadurch wurde, so Scherer, die Korrekturflagge nach oben aufgelöst, so dass das Rekordhoch als nächste Marke in Angriff genommen werden könne. „Helfen würde den deutschen Bluechips in diesem Zusammenhang sicherlich, wenn der S&P 500 die Lethargie der letzten Monate mit einem nachhaltigen Ausbruch auf neue Allzeithochs überwindet.“

Börsenexperte Robert Halver von der Baader Bank spricht im Video über Grexit, Euro und Öl

(PD)

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26.05.2015, 13:29, Xetra

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