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Generalstreik gegen Sparpolitik in Portugal

dpa-AFX

LISSABON (dpa-AFX) - Im hoch verschuldeten Euro-Krisenland Portugal hat am Donnerstag ein eintägiger Generalstreik gegen das Sparprogramm der Mitte-Rechts-Regierung begonnen. Medien berichteten am Vormittag von einer hohen Beteiligung vor allem unter den Staatsbediensteten. Man werde die Regierung schwächen, die in zwei Jahren 300.000 Jobs vernichtet habe, sagte CGTP-Gewerkschaftsboss Armenio Carlos.

Es ist zwar erst der vierte gemeinsame Streik der beiden wichtigsten Gewerkschaftsdachverbände des Landes (CGTP und UGT) nach der Nelkenrevolution von 1974, aber bereits der zweite gegen Ministerpräsident Pedro Passos Coelho. Im ganzen Land soll es neben dem Ausstand auch zahlreiche Kundgebungen geben. Gefordert werden Neuwahlen und eine neue Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Der öffentliche Verkehr sei am Donnerstag stark beeinträchtigt, die Müllabfuhr und die Postverteilung seien praktisch völlig zum Erliegen gekommen, berichteten Medien. Auch in Krankenhäusern, Universitäten und Schulen sei der Ausstand deutlich zu spüren.

Als Gegenleistung für das 2011 gewährte 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket verpflichtete sich Portugal gegenüber den Geldgebern zu einem strengen Sparkurs. Die Arbeitslosenrate kletterte unterdessen auf das Rekordniveau von 18 Prozent, das ärmste Land Westeuropas steuert auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu./er/DP/jkr

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