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George Soros sieht Ähnlichkeiten zur Finanzkrise 2008

OnVista

„Erinnert an 2008“: Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten warnt Starinvestor George Soros vor dem Beginn einer neuen schweren Finanz- und Wirtschaftskrise.

George Soros sieht Ähnlichkeiten zur Finanzkrise 2008

Die Kurseinbrüche an Chinas Börsen wirbeln die weltweiten Finanzmärkte durcheinander. Der Dax rutschte am Donnerstag deutlich unter die Marke von 10.000 Punkten. In nur vier Handelstagen gab der deutsche Leitindex fast seinen gesamten zehnprozentigen Vorjahresgewinn ab. “Die Stimmung nimmt vor allem bei Kleinanlegern allmählich panische Züge an”, sagte ein Börsianer.

US-Starinvestor George Soros fühlt sich bereits an die Anfänge der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise erinnert. “Ich würde sagen, das wächst sich zu einer Krise aus”, sagte Soros nach Angaben der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ auf einer Veranstaltung in Sri Lanka. “Wenn ich mir die Finanzmärkte anschaue, dann gibt es dort ernste Probleme. Das erinnert mich an die Krise, die wir 2008 hatten.”

Laut Soros habe China große Probleme, ein neues Wachstumsmodell zu finden. Die Abwertung der Landeswährung Yuan, der China der Exportschwäche entgegenwirken möchte, exportiere die Probleme des Landes auf den Rest der Welt. Schwellenländer litten zudem unter der eingeleiteten Zinswende in den USA.

Mahnende Worte aus London

Angesichts des Börsencrashs in China äußerte sich auch der britische Finanzminister George Osborne besorgt. Er warnte vor globalen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Turbulenzen. „Unsere Wirtschaft steht zu Jahresbeginn einem gefährlichen Cocktail von Bedrohungen aus dem Ausland gegenüber“, so Osborne. Außer dem Unsicherheitsfaktor China nannte er die Lage in Russland und Brasilien sowie Instabilitäten im Nahen Osten.

Auslöser der Turbulenzen in China sind Sorgen um eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft, die jüngst noch durch schwache Zahlen aus Industrie und Dienstleistungssektor geschürt wurden. Chinas Festland-Börsen brachen daraufhin zum zweiten Mal in dieser Woche so stark ein, dass der Handel vorzeitig beendet wurde. Der entscheidende Index CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen verlor 7 Prozent.

Auch Chinas Devisenberg schmilzt. Wie die Notenbank in Peking mitteilte, betrugen die Währungsreserven im Dezember 3,33 Billionen US-Dollar. Das waren 108 Milliarden Dollar weniger als im Vormonat und der niedrigste Stand seit drei Jahren.

OnVista/dpa-AFX/Reuters
Foto: Antonio Scorza/shutterstock.com

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