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Guatemala entschädigt Opfer von Energieprojekt

dpa-AFX

GUATEMALA-STADT (dpa-AFX) - Über 30 Jahre nach der Vertreibung von Indios aus einer für ein Wasserkraftwerk vorgesehenen Region hat Guatemala die Opfer entschädigt. Vizepräsident Juan Alfonso Fuentes übergab am Donnerstag im Department Alta Verapaz die ersten Schecks an die Vertriebenen.

Mit einer Leistung von 300 Megawatt ist das Wasserkraftwerk eines der größten Mittelamerikas. Es deckt 18 Prozent des Strombedarfs in Guatemala.

Für den Bau des Wasserkraftwerks Chixoy sollten 1982 zahlreiche Menschen umgesiedelt werden. Als die Dorfbewohner sich weigerten, töteten Paramilitärs schätzungsweise rund 400 Menschen.

Insgesamt wurden den Opfern 107 Millionen Quetzales (12 Mio Euro) an Entschädigungszahlungen zugesagt. Wegen der angespannten Haushaltslage erhielten die Familien zunächst allerdings lediglich 22 Millionen Quetzales (2,5 Mio Euro). "Das bedeutet, dass die Regierung sich nicht an die Vereinbarungen hält. Es ist ein Anspruch, kein Geschenk", sagte Opfersprecher Carlos Chen Osorio der Zeitung "Prensa Libre"./dde/DP/stb

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