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Der Euro gibt den Ton an

An den Börsen gilt derzeit eine neue Regel: Der Euro bestimmt, in welche Richtung es geht. Dieses Phänomen zeigte sich auch heute. Nach verhaltenem Start vergrößerte der Dax seine Verluste zunehmend und kam erst wieder auf die Beine, nachdem Spekulationen über einen möglichen Anleihekauf der EZB bekannt wurden. Der Dax drehte augenblicklich ins Plus und notierte am Ende rund 0,5 Prozent im Plus auf 6.965 Punkte. Die zweite Reihe gab ein geteiltes Bild ab. Der MDax verlor 0,1 Prozent auf 10.890 Punkte, der TecDax hingegen verabschiedete sich heute mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent im Plus auf 795 Zähler.

Der Euro zeigte sich nach schwachem Start ebenfalls deutlich erholt. Am frühen Abend stieg die europäische Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Dollar um 0,4 Prozent und wurde mit 1,26 Dollar bewertet.

Bei den möglichen Anleihekäufen von maroden Euro-Staaten durch die EZB müsste EZB-Präsident Mario Draghi Agenturen zufolge Kompromisse eingehen. Die Währungshüter müssten einem Bloomberg-Bericht zufolge Geld aus dem Finanzkreislauf abziehen, um eine Inflation zu verhindern. "Das ist vielleicht der Kompromiss, der nötig war, um eine große Mehrheit zu finden", sagte ein Börsianer. Vor allem die Bundesbank steht Anleihekäufen der EZB kritisch gegenüber.

Einige Händler machten neben den EZB-Spekulationen die schwach verlaufende deutsche Anleihe-Auktion für den Kursaufschwung verantwortlich. „Nach der schwachen Anleihe-Auktion in Deutschland ist der Bund-Future unter Druck geraten und der Aktienmarkt im Gegenzug gestiegen“, sagte ein Händler. Anleihen hätten etwas von ihrer Anziehungskraft als sicherer Hafen eingebüßt, und einige Investoren schichteten offenbar in Aktien um.

Doch solche Aussagen sind mit Vorsicht zu genießen....

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heute 17:45 Xetra 8.472,20 Pkt. Chart
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