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Wirtschaft giftet gegen Euro-Scharfmacher

Die Euro-Debatte in Deutschland treibt seltsame Blüten und gerät damit zum Sommerlochthema für die Politik. An vorderster Front mit dabei: der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, und Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU). Der eine will im Euro-Raum eine gemeinschaftliche Haftung für die Schulden aller Staaten geben - bei gleichzeitiger strenger gemeinsamer Haushaltskontrolle, der andere fordert offen den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Beide Vorstöße sorgen für große Aufregung.

Jetzt hat sich auch die Wirtschaft in die Debatte eingeschaltet - mit deutlichen Worten gegen Euro-Scharfmacher wie Söder. Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebbber verlangte daher in der "Süddeutschen Zeitung" "eine größere Zurückhaltung in der Öffentlichkeit" gerade auch von Politikern. Denn es sei im Interesse der deutschen Wirtschaft dass der Euro unbedingt erhalten werde. "Ohne den Euro hätten wir immense Wechselkursrisiken und Abwertungen innerhalb des europäischen Marktes - ich will mir gar nicht erst vorstellen, wie es ohne den Euro wäre", warnte Uebber.

Folgen eines Auseinanderbrechens der Gemeinschaftswährung wären "ein riesiger Einbruch in der Wirtschaftsleistung, gerade auch in Deutschland, mit sehr großen Schwankungen an den Finanzmärkten", sagte Uebber weiter. Er befürworte daher eine "konsequente Stufenlösung", wie sie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolge. "Eine Fiskalunion muss kommen, ebenso wie eine Bankenunion und eine stärkere Integration Euro", forderte der 52-jährige Manager.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wandte sich deutlich gegen den von Gabriel geforderten Strategie-Wechsel in der Euro-Krise. "Eine Vergemeinschaftung der Schulden einzelner Staaten darf es nicht geben", sagte Hundt der "Passauer Neuen Presse". Der Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei richtig.

Im Fall Griechenland plädierte Hundt dafür, den Troika-Bericht abzuwarten....

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