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Schäuble verweigert Athen Atempause

Vor dem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras in Berlin hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dessen Wunsch abgelehnt, die Sparauflagen für das überschuldete Land zu lockern oder zeitlich zu strecken. Mehr Zeit zu gewähren, koste die Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank im Zweifel auch mehr Geld, warnte er im SWR. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) lehnte Erleichterungen ab.

"Mehr Zeit ist keine Lösung der Probleme", sagte Schaüble. Die Euro-Zone sei bei dem im vergangenen Jahr mit der Regierung in Athen ausgehandelten Paket mit drei Jahren Laufzeit bereits an die Grenze dessen gegangen, was wirtschaftlich vertretbar sei. Man könne nicht einfach nach einem halben Jahr sagen, das reiche alles nicht. "Denn dann gewinnt man das Vertrauen der Finanzmärkte nie."

Es gehe nicht um mehr oder weniger Großzügigkeit, sondern darum, einen Weg zu finden, der die Euro-Zone insgesamt aus dem mangelnden Vertrauen der Finanzmärkte herausführe, sagte Schäuble. Dazu müsse aber der nächste Bericht der Gläubiger-Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission abgewartet werden. Ständig neue Spekulationen schürten immer neue Unruhe auf den Finanzmärkten und erhöhten die "Ansteckungsgefahr" für andere Euro-Staaten.

Grundsätzlich müsse man für die schwierige Lage Griechenlands Verständnis haben, sagte Schäuble. Klar sei auch, dass das Land wegen der Wahlen viel Zeit verloren habe. Der Troika-Bericht soll im September vorliegen.

Ähnlich äußert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Samaras am Freitag trifft. Dann werde aber noch keine Lösung gefunden werden, hatte sie am Mittwoch Erwartungen gedämpft, ohne Zugeständnisse auszuschließen....

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