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Der Fachkräftemangel blockiert das Wachstum

Konstantin Nikulin ist sauer. Obwohl der 41-jährige Gründer der Onlinespiele-Firma Intenium sich bemüht, gelassen zu bleiben, ist ihm seine Verärgerung deutlich anzusehen. Das Hamburger Unternehmen bezeichnet sich selbst als Marktführer für Casual Games, also Spiele, die man auf dem PC oder im Internetbrowser mal eben schnell spielen kann.

Intenium stellt im Schnitt jeden zweiten Tag ein neues Spiel online, verkauft alle 60 Sekunden eine CD-Rom oder DVD mit einem Spiel und beschäftigt 70 Mitarbeiter. Doch es könnten deutlich mehr sein.

Das Problem liegt wie so oft in der deutschen Bürokratie. "Wir wollen einige Programmierer und einen Produktionsleiter aus Kaliningrad in unser Entwicklungsteam nach Hamburg holen", erläutert Nikulin. Denn in Deutschland und den EU-Ländern findet er solche Leute nur sehr schwer - "obwohl wir permanent aktiv suchen und bereit sind, sofort neue Mitarbeiter aus Deutschland anzustellen."

Bis Nikulin und seine Kollegen Fachkräfte aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland geholt haben, "dauert es leider mindestens drei Monate oder sogar länger". Dass dem Mittelständler seit vielen Monaten dringend benötigte Fachkräfte fehlen, bremse das Wachstum seiner Firma: "Wir könnten neue Spiele entwickeln und verkaufen, müssen aber warten, weil wir nicht genügend Leute haben."

Um die Programmierer, Produktionsleiter, IT-Administratoren oder Ingenieure aus einem Land, das nicht zur EU gehört, einstellen zu können, müssen Unternehmer in Deutschland ein umständliches Prozedere bewältigen.

Sie müssen Formulare beim deutschen Konsulat einreichen, die Ausländerbehörde einschalten und die Genehmigung der lokalen Arbeitsagentur einholen. Diese schaltet auch noch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Duisburg ein. "Das dauert", weiß Konstantin Nikulin....

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24.05. 17:45 Xetra 8.305,32 Pkt. Chart
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