Die US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. Damit tritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts bei der Wahl am 6. November definitiv gegen den Amtsinhaber Barack Obama an.
Eine klare Mehrheit der rund 2000 Delegierten sprach sich am Dienstagabend bei dem Parteitag der Konservativen in Tampa in Florida für den 65-Jährigen aus, der damit im zweiten Anlauf um die Kandidatur seinen bisher größten politischen Erfolg erzielte. Vor vier Jahren noch war er Senator John McCain unterlegen, der letztlich gegen Obama verlor.
Doch Romney Krönung zum Obama-Herausforderer gelang nicht ganz ohne Zwischenfälle, es wurden auch innerparteiliche Konflikte sichtbar. Es kam zu turbulenten Szenen und offenen Protesten. Gestört wurde das Bild der einmütigen Kandidatenkür durch den texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul, der trotz seiner aussichtslosen Position in den Vorwahlen bis zuletzt an seiner Bewerbung festgehalten hatte. Paul versammelt mit seiner Vision eines Minimal-Staates eine treue Anhängerschaft hinter sich, bei der Abstimmung erhielt er die Unterstützung von 190 Delegierten.
Romney und das Parteiestablishment hatten im Vorfeld der "Convention" aber verhindert, dass Delegiertenstimmen für Paul offiziell gewertet werden. Dieses Vorgehen hatte für Protest unter Pauls Anhängern gesorgt, auf dem Parteitag meldeten sie sich mit lauten Buh-Rufen zu Wort. Sie fühlten sich von der Republikaner-Spitze und den Parteitagsstatuten benachteiligt.
Romney hat auf dem Parteitag auch die Unterstützung seiner Ehefrau Ann erhalten. „Ihr könnt Mitt vertrauen“, rief sie den Delegierten am Dienstagabend zu. Niemand werde sich mehr als Romney dafür einsetzen, Amerika aus der Krise zu führen.
„Er ist der Mann, den Amerika braucht....
powered by plista